Julian Nagelsmann verlässt den Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim zum Ende der Saison 2018/19 und übernimmt RB Leipzig. Das teilten beide Vereine mit. Zunächst hieß es aus Hoffenheim, der 30-jährige Nagelsmann mache "Gebrauch von einer vertraglich fixierten Ausstiegsklausel". Er wolle mit der Entscheidung "früh für klare Verhältnisse" sorgen. Wenig später bestätigte RB Leipzig Medienberichte, wonach Nagelsmann bereits einen neuen Verein gefunden hat. Nagelsmann erhalte einen Vertrag bis 2023. Unklar war noch, wer in der kommenden Saison dort Trainer wird. Denkbar ist, dass Manager Ralf Rangnick in der Zwischenzeit auch als Trainer der Leipziger fungieren wird.

Nagelsmann selbst wurde in der Mitteilung Hoffenheims mit den Worten zitiert, er wolle künftig keine Fragen mehr zu seinem neuen Arbeitgeber oder seinen Plänen beantworten. "In der Branche wird immer Ehrlichkeit verlangt. Die haben wir bewiesen, und ich erwarte, dass dies auch respektiert wird", so Nagelsmann.

Immer wieder Spekulationen über Wechsel

In Hoffenheim wolle Nagelsmann verhindern, dass die gesamte Saison von immer neuen Spekulationen beeinflusst werde. "Ich bin es der TSG und all ihren Mitarbeitern ebenso schuldig wie der Mannschaft und den Fans, diese historische Spielzeit, in der wir zum ersten Mal in der Champions League antreten, nicht mit ständigen Mutmaßungen um meine Person und Zukunft zu belasten." Nun wüssten "alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren".

Nagelsmann arbeitet seit Februar 2015 als Cheftrainer der TSG, sein Vertrag lief noch bis zum 30. Juni 2021. Bereits zwischen 2008 und 2015 arbeitete er im Nachwuchsbereich der TSG, in der Saison 2012/13 fungierte er auch als Co-Trainer bei den Profis. In der vergangenen Saison hat Nagelsmann die TSG auf Platz drei und damit erstmals in die Champions League geführt.

In der vergangenen Bundesliga-Saison hatte es immer wieder Spekulationen über einen Wechsel Nagelsmanns gegeben, unter anderem waren neben RB Leipzig auch Bayern München und Borussia Dortmund im Gespräch. Letztere Vereine haben mittlerweile neue Trainer gefunden: In München übernimmt Niko Kovač, den BVB trainiert künftig Lucien Favre.