Mit einem 3:0-Sieg gegen den WM-Neuling Panama ist Belgien in das Turnier in Russland gestartet. Tat sich der WM-Mitfavorit in Sotschi anfangs schwer, setzte sich das Team in der zweiten Halbzeit verdient mit 3:0 durch. Dries Mertens erzielte das 1:0 in der 47. Minute, Romelu Lukaku sicherte Belgien drei Punkte mit seinen zwei Treffern in der 69. und 75. Minute.

Während die Belgier schnell die Kontrolle über das Spiel übernahmen, feierten Tausende Fans aus Panama jeden Ballkontakt der eigenen Mannschaft und sangen immer wieder lauthals "Vamos, vamos Panama!". Nur vier Millionen Einwohner hat der zentralamerikanische Staat, fast alle dürften mit den Canaleros mitgefiebert haben. Panama, ein krasser Außenseiter in dieser Weltmeisterschaft, verteidigte über 90 Minuten mit der gesamten Mannschaft in der eigenen Hälfte.

Angetrieben vom früheren Bundesliga-Profi Kevin De Bruyne hatten die Belgier von Coach Roberto Martinez durch Yannick Carrasco (6.), Mertens (7./40.) und Hazard (12./38.) früh gute Chancen, doch es mangelte an der nötigen Präzision. Belgien zeigte im Spielaufbau Schwächen und versuchte es immer wieder vor allem über die rechte Seite. Im Zentrum stand Panama lange sicher und bot Belgien keinerlei Raum zur Entfaltung.

Vor dem Tor strahlte Panama fast nie echte Gefahr aus, doch auch die starke belgische Offensive mit De Bruyne (Manchester City), Hazard (FC Chelsea) und Lukaku (Manchester United) kam bis zur Pause zu keinem Treffer. Das änderte sich erst, als Mertens vom SSC Neapel nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff per Volleyschuss aus spitzem Winkel unhaltbar ins lange Eck traf. Panamas einzige Großchance bot sich Michael Murillo, der nach einem Abwehrfehler Belgiens frei vor dem Tor stand, doch an Keeper Thibaut Courtois scheiterte (53.).

Nach einer guten Stunde drehte Belgien merklich auf und sorgte gegen die in der Abwehr zunehmend überforderten Mittelamerikaner für die Entscheidung. Der 25 Jahre alte Lukaku traf erst aus kurzer Distanz per Kopf und legte anschließend mit einem Lupfer nach.

Das vom Kolumbianer Hernan Dario Gomez trainierte Panama wehrte sich bei seinem WM-Debüt tapfer und trifft nun in Gruppe G noch auf Tunesien und England.