Belgien hat mit großer Mühe das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Nach einem 0:2-Rückstand setzte sich die Mannschaft von Trainer Roberto Martínez mit 3:2 (0:0) gegen Außenseiter Japan durch und trifft am Freitag in Kasan auf Brasilien. Genki Haraguchi (48. Minute) und Takashi Inui (52.) erzielten die Tore für Japan. Jan Vertonghen (69.) und Marouane Fellaini (74.) glichen mit Kopfballtoren aus. Nacer Chadli erzielte den Siegtreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Beide Mannschaften spielten vor 41.466 Zuschauern in Rostow am Don von Beginn an offensiv nach vorne, kamen aber nur zu wenig Chancen. Japan störte belgische Angriffe früh mit seinem Pressing oft schon an der Mittellinie. Bis zur ersten belgischen Möglichkeit dauerte es 25 Minuten, als Romelu Lukaku freistehend eine Flanke von Dries Mertens nicht kontrollieren konnte. Allmählich wurde Belgien überlegen. Der starke Eden Hazard zwang Torwart Eiji Kawashima zur ersten Parade (27.), dann scheiterte Kompany (28.) und Axel Witsel schoss den Ball aus der Distanz über das Tor (36.). Die Japaner kamen vor der Pause nur einmal in Tornähe. Nachdem eine harmlos anmutende Flanke von Yuya Osako verlängert wurde, ließ der überraschte Keeper Thibaut Courtois den Ball durch die Beine rutschen, verhinderte aber im Nachfassen das drohende Gegentor (44.).

Nach der Pause ging Japan in Führung. Nach einem Ballverlust des Gegners schloss Haraguchi einen Konterangriff mit einem Schuss ins lange Eck ab. Belgiens unmittelbare Antwort war ein Schuss von Hazard an den Pfosten (49.). Doch die Japaner hielten dagegen: Dortmunds Shinji Kagawa passte auf Inui weiter, der mit einem Rechtsschuss den Vorsprung ausbaute.

Belgier gab sich trotz des Rückstands nicht geschlagen. Lukakus erste Kopfballchance hätte fast den Anschluss gebracht (61.). Der gelang dem aufgerückten Vertonghen mit einem langen Kopfball von der Strafraumgrenze. In dem spannenden Spiel erzielte Fellaini neun Minuten nach seiner Einwechslung den 2:2-Ausgleich. Chadli drehte die Partie dann zugunsten der oft als WM-Geheimfavoriten bezeichneten Belgier.