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Sebastian Stier

Draußen in Berlin donnert es, passend zum Ausgang des Spiels. Kroatien zieht mit der Stromstärke eines Blitzes durch diese WM. Dieses Mal musste die Mannschaft nicht ins Elfmeterschießen, 120 Minuten waren genug. Der Sieg ist mehr als verdient, Kroatien war in der letzten Stunde des Spiels die deutlich bessere Mannschaft und hatte die größeren Chancen. Kurz nach dem Ausgleich vergaben Perišić mit seinem Pfostentreffer und Rebić im Nachschuss den möglichen K. o. in der regulären Spielzeit. In dieser Phase erinnerte das Spiel an den Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Anthony Joshua. Nur mit dem Unterschied, dass Kroatien am Ende tatsächlich der entscheidende Schlag gelang.

Der kam in der Verlängerung, als der überragende Perišić per Kopf den Ball in den Strafraum brachte und Mandžukić sich einfach im Rücken der englischen Verteidiger davon stahl. England fand danach nicht wieder zurück und kam auch zu keiner Torchance mehr. Dass die Mannschaft nach der Verletzung von Trippier die letzten Minuten in Unterzahl absolvieren musste, tat das Übrige dazu.

Jener Trippier, der England schon nach wenigen Minuten mit einem beckhamesken Freistoß in Führung gebracht hatte. Danach fiel den Kroaten eine Stunde lang nichts mehr ein, England hätte die Führung auch ausbauen können. Southgates Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nach dem Ausgleich, der sich keinesfalls angebahnt hatte, völlig auseinandergebrochen zu sein. So bleibt nur die Trostrunde, das Spiel um Platz drei gegen Belgien. Trotzdem: So gut waren die Engländer seit 28 Jahren nicht mehr.

Frankreich gegen Kroatien ist das logische Finale dieser so unlogischen WM. Die beiden besten Mannschaften treffen folgerichtig aufeinander. Wie schon vor 20 Jahren, als die Kroaten die Fußballwelt verzückten, kommt es zum Duell dieser Mannschaften. Damals gewann Frankreich im Halbfinale 2:1. Beide Tore schoss der Verteidiger Lilian Thuram.

Auf ZEIT ONLINE lesen Sie in Kürze eine Kurzanalyse zum Spiel und eine ausführliche Zusammenfassung aus dem Stadion von Reporter Oliver Fritsch. Den Blog schließen wir nun, gönnen uns noch ein paar Pints zum Ćevapčići und melden uns Sonntag zum Finale wieder. 

Fabian Scheler
Aus. Na mal sehen, wie die Kroaten nach der dritten Verlängerung in Folge bis Sonntag fit werden. Rumspringen können sie jedenfalls noch immer ganz ordentlich, auch zwanzig Minuten nach dem Abpfiff. Gerade wurde das dritte Gruppenfoto vor der Fankurve gemacht. Könnte ja vielleicht das letzte sein, auf dem alle glücklich sind. 
Fabian Scheler
Aus. Englands Spieler bleiben lange vor ihren Fans stehen, die singen die Nationalhymne und England, till I die. Die kroatischen Spieler schon mit Flaggen unterwegs. Sieht hier alles aus wie nach einem Endspiel. 
Lukas Brems
Aus. England verliert also nach früher Führung. 52 years of hurt tun in diesem Moment auf der Insel besonders weh.
Sebastian Stier
Ende. All set and done. Kroatien steht im Finale gegen Frankreich. Der Sieg ist hochverdient. England wieder gegen Belgien. Diesmal auf beiden Seiten zu sehen: Die C-Elf.
Fabian Scheler
Aus! Kroatien zieht ins WM-Finale ein. Das wird eine lange Nacht in vielen deutschen Städten. Wie schön! 
Fabian Scheler
124. Minute: Der Freistoß der Engländer wird die letzte Aktion. All set. 
Lukas Brems
123. Minute: Die letzten Sekunden der Nachspielzeit laufen. England bekommt noch einmal einen Freistoß. Das wär´s jetzt.
Fabian Scheler
120. Minute: Trippier, schon ausgewechselt, hält sich den Eisbeutel jetzt in den Intimbereich. Manchmal ist die Realität einfach besser als das, was wir uns ausdenken 
Sebastian Stier

120. Minute: Kramarić macht beim Konter den Ronaldo und spielt einfach nicht auf den freien Rakitić.