FC Hansa Rostock – VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Der FC Hansa Rostock hat den VfB Stuttgart unerwartet mit 2:0 geschlagen. Im Vorfeld war der VfB als klarer Favorit gehandelt worden – bei den Testspielen blieb der Verein unbesiegt und hatte sich vielversprechende Neuzugänge ins Team geholt. Doch schon in der 8. Minute traf Cebio Soukou für Hansa Rostock zum 1:0. Trotz des Zugzwangs gewannen die Schwaben nur langsam an Geschwindigkeit. Trotz klarer Dominanz beim Ballbesitz und 12 Torschüssen mehr als Hansa war ein Ausgleichstreffer nicht in Sicht. Nach der Halbzeit legten die Stuttgarter an Tempo zu, spielten sich immer wieder bis zum gegnerischen Strafraum vor – wo jedoch nie der abschließende Torschuss gelang. In der 84. Minute machte Mirnes Pepić dann den entscheidenden Treffer zum 2:0 für Rostock.

SSV Ulm 1846 – Eintracht Frankfurt 2:1 (0:0)

Eine hochspannende Partie lieferte der SSV Ulm, der gegen den Titelverteidiger Frankfurt spielte – und eine Sensation. Die Schwaben erwiesen sich in der ersten Halbzeit als ebenbürtige Gegner und gingen nach der Halbzeit sogar in Führung: Der Ulmer Stürmer Steffen Kienle traf zum 1:0 (48. Minute), Vitalij Lux machte das zweite Tor für Ulm (74.) vor 18.440 Zuschauerinnen und Zuschauern im erstmals wieder ausverkauften Donaustadion. Erst in der 90. Minute gelang Gonçalo Paciência der erste und einzige Treffer für den Pokalsieger der letzten Saison. Zwei Tore bekam Frankfurt wegen Abseits aberkannt. Der Verein ist mit dieser 1:2-Niederlage der fünfte Verein, der als Pokalsieger in der ersten Runde ausgeschieden ist. Frankfurt schied als erster Pokalverteidiger seit 22 Jahren direkt aus.

TuS Erndtebrück – Hamburger SV 3:5 (1:2)

Im Duell der Absteiger traf der HSV auf den TuS Erndtebrück, der in der vierten Liga spielt. Im Kampf um den DFB-Pokal waren beide Teams im Vorjahr in der ersten Runde ausgeschieden, der HSV sogar zum zwölften Mal in seiner Geschichte. In der ersten Halbzeit erwies sich Hamburg als stärkere Mannschaft: Lewis Holtby verwandelte in der 7. Minute einen Elfmeter zum 1:0 für die Gäste. Nur zwei Minuten später erhöhte Jann-Fiete Arp für sein Team auf 2:0 (9.). Kurz vor der Pause konnte Erndtebrück aufholen – Tatsuya Yamazaki brachte den Außenseiter auf 1:2 heran. Die zweite Halbzeit begann mit einem Stimmungsdämpfer für die Hanseaten: Niklas Hunold traf für Erndtebrück zum 2:2-Ausgleich. Mit zwei Treffern schoss Pierre-Michel Lasogga die Hamburger jedoch gleich wieder in Führung: In der 64. Minute traf er zum 3:2, nur eine Minute später in der 65. Minute baute er zum 4:2 aus. Doch die hohe Führung ließ Erndtebrück nicht lang auf sich beruhen: Abwehrspieler Till Hilchenbach traf in der 71. Minute zum 3:4. In der 90. Minute sorgte Hamburgs Orel Mangala aber für die endgültige Entscheidung und schoss den HSV zum 5:3.

Rot-Weiß Oberhausen – SV Sandhausen 0:6 (0:2)

Viertligist Rot-Weiß Oberhausen hatte im Spiel gegen den Zweitligisten Sandhausen kaum eine Chance. In der 7. Minute erzielte Fabian Schleusener das erste Tor für die Gäste aus Sandhausen, wenig später traf Felix Müller zum 2:0 (24. Minute). Ähnlich ging es in der zweiten Halbzeit weiter: Philipp Förster sicherte Sandhausen mit einem Elfmeter das 3:0 (46.), das vierte Tor für die Kurpfälzer gelang Tim Kister (61.). In der 83. Minute baute Markus Karl die Führung des SVS sogar zum 5:0 aus. Den Sandhausenern reichte die Führung noch nicht – in der Nachspielzeit besiegelte Felix Müller Oberhausens Niederlage mit dem Treffer zum 6:0. Der Revierclub RWO führt die Regionalliga West mit neun Punkten aus drei Spielen an. Sandhausen ist derzeit in der 2. Bundesliga punktlos Tabellenletzter.

FC Erzgebirge Aue – 1. FSV Mainz 05 1:3 (0:1)

Besuch aus der ersten Liga: Zweitligist FC Erzgebirge Aue hatte am frühen Abend Mainz zu Gast. Und die Mainzer zeigten Bundesliga-Fußball: Zwar spielten sie nach einer Roten Karte für Moussa Niakhaté bereits ab der dritten Minute in Unterzahl, doch Mittelfeldspieler Alexandru Maxim traf in der ersten Halbzeit zum 1:0 (31. Minute). Nach der Halbzeit baute Robin Quaison die Mainzer Führung zum 2:0 aus (59. Minute) – nur eine Minute, nachdem er eingewechselt wurde. Kurz darauf erhöhte Alexandru Maxim auf 3:0 für die Rheinhessen. Erst in der 83. Minute schoss Aue ein Tor: 1:3 durch Pascal Testroet. Aue scheidet aus, Mainz ist eine Runde weiter. Im Vorjahr hatten die Mainzer das Pokal-Viertelfinale erreicht, waren dann jedoch am späteren Pokalsieger Frankfurt gescheitert.

SV Drochtersen/Assel – FC Bayern München 0:1 (0:0)

Mühsam wurde der Nachmittag auch für den FC Bayern, der zu Gast beim Regionalligisten SV Drochtersen/Assel war. Von einem "Jahrhundertspiel" hatte Mike Eckhoff, der Bürgermeister der niedersächsischen Gemeinde Drochtersen vor der Partie gesprochen. Die Niedersachsen hatten die Bayern in ihr Heimstadion geladen, dessen Zuschauerkapazität mit Zusatztribünen auf 7.500 Plätze erweitert werden konnte. Der SV Drochtersen/Assel überraschte auch ohne Tor: Es dauerte bis zur 81. Minute, bis Robert Lewandowski den ersten Treffer für München erzielen konnte.

1. FC Kaiserslautern – TSG 1899 Hoffenheim 1:6 (1:3)

Drittligist Kaiserslautern, der in seiner Klasse aktuell auf dem 15. Tabellenplatz liegt, hatte den Champions-League-Club Hoffenheim zu Gast auf dem Betzenberg – und unterlag deutlich. Hoffenheim ging mit fünf Toren aus der Partie im Fritz-Walter-Stadion: In der sechsten Minute erzielte Joelinton den Führungstreffer für die Gäste, sieben Minuten später setzte Nico Schulz zum 2:0 nach (13. Minute). In der 22. Minute traf Joelinton erneut zum 3:0. Ein Trost- und Ehrentor für Kaiserslautern gelang Lukas Spalvis (32.). Auch nach der Halbzeit hörte der Hoffenheimer Torregen nicht auf: Pavel Kadeřábek sicherte das 4:1 (51.) und Joelinton machte sein drittes Tor der Partie (53.). In der 62. Minute wurde der Hoffenheimer Abwehrspieler Joshua Brenet eingewechselt und machte eine Minute später das halbe Dutzend voll: 6:1 für Hoffenheim. Damit scheint sich Hoffenheim ausreichend für das Eröffnungsspiel der Bundesliga aufgewärmt zu haben, wenn die Sinsheimer auf den FC Bayern treffen. Für Kaiserslautern war es die höchste Niederlage in einem Pokal-Heimspiel.

SV Rödinghausen – Dynamo Dresden 3:2 n.V. (2:2)

Das längste Duell des Nachmittags lieferten sich der SV Rödinghausen und Dynamo Dresden. Erst in der 123. Minute stand der überraschende Sieger fest: Mit einem 3:2 besiegten die Westfalen den Dresdner Zweitligisten. Zwar legte Dynamo Dresden mit einem Treffer von Haris Duljević (11. Minute) vor, doch in der 20. Minute konnte Linus Meyer zum 1:1 ausgleichen. Wieder ging Dresden mit einem Tor von Aias Aosman in Führung (25.), doch die Westfalen ließen nicht locker und konnten mit einem Treffer von Simon Engelmann (45.+1) erneut nachziehen. Erst zum Ende der Verlängerung fiel das entscheidende Tor für Rödinghausen, Maximilian Hippe traf zum 3:2 – und Dresden ist raus.

VfR Wormatia Worms – SV Werder Bremen 1:6 (1:5)

Eine der torreichsten Partien des Nachmittags lieferte Werder Bremen zu Gast bei Wormatia Worms. Die Bremer zogen vor 8.000 Fans mit sechs Toren mühelos in die zweite Runde ein: In der ausverkauften EWR-Arena trafen Yūya Ōsako in der 9. Minute, Florian Kainz (21.), Philipp Bargfrede (31.), Max Kruse (41./Foulelfmeter), Maximilian Eggestein (45.+1) und Johannes Eggestein (79.) für den in allen Belangen überlegenen Fußball-Bundesligisten. Immerhin über einen Treffer konnten sich die Gastgeber freuen: Cédric Mimbala traf in der 43. Minute. Für Wormatia Worms, Tabellenachter der Regionalliga Südwest, war es die 23. Teilnahme am DFB-Pokal.

SV Linx – 1. FC Nürnberg 1:2 (1:1)

Bundesliga-Aufsteiger Nürnberg war zu Gast in der badischen Stadt Linx. Linx, das etwa 1.200 Einwohner hat, liegt nahe der französischen Grenze und feierte erst im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Oberliga. In der 15. Minute sicherte Mikael Ishak dem fränkischen Favoriten mit einem 1:0 die Führung. Doch die Badener hielten tapfer dagegen und konnten mit einem Elfmeter von Marc Rubio ausgleichen (21. Minute). Nach der Halbzeit traf der Nürnberger Stürmer Mikael Ishak kurz vor Schluss erneut (88.) und sicherte Nürnberg einen erkämpften Sieg mit 2:1.

1. CfR Pforzheim – Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:1)

Mit mehr Mühe als erwartet setzte sich Bundesligist Leverkusen beim Fünftligisten 1. CfR Pforzheim knapp mit 1:0 (1:0) durch. Vor knapp 5.000 Zuschauenden wehrte sich der badische Oberligist im größten Spiel der jungen Vereinsgeschichte nach Kräften. In der 26. Minute gelang Lucas Alario aber der Treffer zum 1:0 für Bayer Leverkusen. Pforzheim hatte im DFB-Pokal überhaupt nur antreten dürfen, weil der Karlsruher SC, dem die Pforzheimer im Finale des Badischen Pokals nach einem Elfmeterschießen unterlegen waren, bereits über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifiziert war. Der CfR rückte auf – zum ersten Pokalspiel seiner jungen Vereinsgeschichte. 

SV 07 Elversberg – VfL Wolfsburg 0:1 (0:0)

Der saarländische SV Elversberg, der in der Regionalliga Südwest aktuell auf dem letzten Tabellenplatz liegt, empfing den Bundesligisten Wolfsburg. Fehlte es den Wolfsburgern in der ersten Halbzeit noch an Ideen in der Offensive, brachte Daniel Ginczek den Erstligisten – und klaren Favorit der Partie – in der 76. Minute in Führung und zum Sieg. Die Wolfsburger, die 2015 Pokalsieger waren, hatten sich zuletzt zweimal in Folge den Klassenverbleib in der Bundesliga in der Relegation gesichert.      

TuS Dassendorf – MSV Duisburg 0:1 (0:1)

Zweitligist MSV Duisburg konnte sich mit einem 1:0 (1:0) beim TuS Dassendorf den Einzug in die nächste Runde sichern. Oberligist Dassendorf hielt sich wacker, doch nach dem Führungstreffer vom Duisburger Stürmer Boris Tashchy war das Spiel entschieden. Der TuS Dassendorf war fünfmal in Folge Meister in der Oberliga geworden, verzichtete aber aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die Regionalliga.

Alle Spielergebnisse im Überblick:

SV Wehen Wiesbaden – FC St. Pauli | 3:2
1. FC Magdeburg – SV Darmstadt 98 | 0:1
1. FC Schweinfurt 05 – FC Schalke 04 | 0:2
SV Linx – 1. FC Nürnberg | 1:2
SV Rödinghausen – Dynamo Dresden | 3:2
SV Elversberg – VfL Wolfsburg | 0:1
TuS Dassendorf – MSV Duisburg | 0:1
VfR Wormatia Worms – SV Werder Bremen | 1:6
SV Drochtersen/Assel – Bayern München | 0:1
1. FC Kaiserslautern – TSG Hoffenheim | 1:6
1. CfR Pforzheim – Bayer 04 Leverkusen | 0:1
SSV Ulm 1846 Fußball – Eintracht Frankfurt | 2:1
TuS Erndtebrück – Hamburger SV | 3:5
Rot-Weiß Oberhausen – SV Sandhausen |0:6
Erzgebirge Aue – 1. FSV Mainz 05 | 1:3
Hansa Rostock – VfB Stuttgart | 2:0
1. FC Lok Stendal – Arminia Bielefeld |
TSV Steinbach Haiger – FC Augsburg |
TuS Rot-Weiß Koblenz – Fortuna Düsseldorf |
SC Weiche Flensburg 08 – VfL Bochum |
BSG Chemie Leipzig – Jahn Regensburg |
BFC Dynamo – 1. FC Köln |
SSV Jeddeloh – 1. FC Heidenheim |
FC Viktoria Köln – RB Leipzig |
Karlsruher SC – Hannover |
96 TSV 1860 München – Holstein Kiel |
FC Carl Zeiss Jena – 1. FC Union Berlin |
BSC Hastedt – Borussia Mönchengladbach |
SC Paderborn 07 – FC Ingolstadt |
Energie Cottbus – SC Freiburg |
Eintracht Braunschweig – Hertha BSC |
SpVgg Greuther Fürth – Borussia Dortmund |