Wer spielt wann gegen wen?

Auch in dieser Saison sammeln wir wieder Herzchen. Sie können für jedes Spiel eines vergeben – oder nur Ihren Herzensverein herzen. Am Ende der Saison zählen wir wieder zusammen.


Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hannover gegen Dortmund gleich am Freitagabend, weil es Tore zu sehen geben wird. 52-mal spielten beide Teams in der Bundesliga gegeneinander, noch nie ging es 0:0 aus. Dass der BVB gern trifft, sah man schon beim 4:1 gegen RB Leipzig, auch wenn das vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel. Oder um zwei. Oder drei. Die Torvorfreude wird durch die Tatsache verstärkt, dass der BVB erst in dieser Woche einen echten Stürmer verpflichtete. Paco Alcácer wurde vom FC Barcelona für ein Jahr ausgeliehen. Der Mann galt einmal als große spanische Sturmhoffnung, war in der Qualifikation für die EM 2016 bester Angreifer der Nationalelf und Liebling der Fans des FC Valencia. Dann aber wechselte er zum FC Barcelona, war in Valencia unten durch und saß in Barcelona nur auf der Bank. Der spanische Götze also. Wenn Alcácer aber mal spielte, traf er immer und hatte sogar eine bessere Torschussquote (3,75 Schüsse für ein Tor) als seine berühmten Kollegen Messi (5,79) und Suárez (4,84). In Dortmund hat der Strafraumbewohner Alcácer auf seiner Position keine Konkurrenz. Gegen Hannover wird er noch nicht dabei sein. Er soll erst mal noch ein wenig trainieren.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Leipzig gegen Düsseldorf. Der Europapokal dürfte die Leipziger geschlaucht haben. Das war knapp, Herr Rangnick. RB zieht auch dank eines Ungeschicks des Gegners in die Europa League ein. Weil Witalij Wernydub, der Abwehrspieler vom FK Sorja Luhansk, kurz vor Schluss den Ball mit dem Arm spielte, gab es Elfmeter. Und so fiel das entscheidende 3:2 für Leipzig mit Ablauf der 90. Minute. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Bundesligisten in den Europa-League-Play-offs gegen Mannschaften mit deutlich kleinerem Budget ausgeschieden. Diesmal wurde die Blamage gerade noch abgewendet.

In der Gruppe trifft Leipzig witzigerweise auf die Filial.., äh, den FC RB Salzburg. Österreichs Meister ist zum elften Mal im elften Versuch in der Champions-League-Quali rausgeflogen. Nicht mal eine 2:0-Führung genügte, Roter Stern Belgrad traf, im Beisein von Red-Bull-Boss Didi Mateschitz, in 77 Sekunden zweimal. Nun führte das Los sie zusammen. Man darf sich schon auf die Beteuerungen aus Leipzig freuen, dass beide Vereine nichts mehr miteinander zu tun haben.

Erstmals ist auch ein Team aus Luxemburg in diesem Wettbewerb. Der F91 Düdelingen schlug den rumänischen Meister CFR Cluj, nachdem er bereits den polnischen Meister Legia Warschau ausgeschaltet hatte. Trainiert wird Düdelingen von Dino Toppmöller, dem Sohn von Klaus. Zu Heimspielen des Vereins kommen im Schnitt etwa 600 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Wer steht im Blickpunkt?

Jérôme Agyenim Boateng, der Arme. Der FC Bayern ließ ihn nun doch nicht nach Paris wechseln, angeblich bot PSG ein paar Milliönchen zu wenig. Statt über die Champs-Élysées muss Boateng nun weiter über die Maximilianstraße bummeln. Statt Confit de Canard gibt es weiter Weißwürste. Statt mit Neymar und Mbappé und Cavani muss er sich weiter mit den ewig gleichen Ribérys, Robbens und Lewandowskis zufriedengeben. Was Boateng vielleicht auch ein bisschen ärgern wird: Eigentlich wollte er mal wieder die Champions League gewinnen.