SC Freiburg – VfB Stuttgart 3:3 (1:1)

Der SC Freiburg und der VfB Stuttgart haben jeweils ihren ersten Punktgewinn in der neuen Bundesligasaison erzielt. Die Mannschaften trennten sich 3:3 unentschieden. Mario Gomez und Jerôme Gondorf trafen vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion doppelt.

Freiburg ging bereits in der ersten Minute durch ein Tor von Gondorf in Führung. Die Stuttgarter wirkten anschließend ratlos, konnten allerdings noch vor der Pause den Ausgleich erzielen. Emiliano Insúa traf nach einer Ecke für den VfB (44.). Nach dem Wiederanpfiff drehte Ex-Nationalspieler Mario Gomez nach Vorlage von Nicolás González die Partie (48.). Nur wenige Minuten später war es diesmal Freiburg, das durch den zweiten Treffer von Jerôme Gondorf ausgleichen konnte. Der Freiburger schoss einen Freistoß von der Strafraumkante in die lange Ecke des Stuttgarter Tores (54.). Doch auch dieser Zwischenstand währte nicht lange: In der 56. Minute erzielte wieder Gomez das 3:2. Nach einer Flanke von Emiliano Insúa köpfte der Stürmer aus der Strafraummitte die Führung für Stuttgart, die Gian-Luca Waldschmidt abermals für Freiburg ausglich (81.). Die letzten Minuten musste der SC nach einer gelben Karte gegen Pascal Stenzel zu zehnt überstehen. Die Stuttgarter konnten die Überzahl jedoch nicht mehr nutzen.

Werder Bremen – 1. FC Nürnberg 1:1 (1:0)

Der 1. FC Nürnberg hat durch einen späten Treffer noch ein Remis gegen Werder Bremen erreicht. In der zweiten Minute der Nachspielzeit glich der eingewechselte Virgil Misidjan für den Aufsteiger zum 1:1-Endstand aus.

Bremen hatte das Spiel vor 40.700 Zuschauern in der ersten Hälfte zunächst unter Kontrolle und erzielte durch einen Kunstschuss von Maximilian Eggestein aus 17 Metern die Führung (26.). Nach der Pause wirkten die bisher harmlosen Nürnberger entschlossener und brachten Werder dadurch mehrfach in Bedrängnis. In der 59. Minute landete der Ball dann plötzlich im Tor der Bremer; die Schiedsrichter gaben den Treffer aber wegen einer Abseitsposition nicht. So sah es lange nach einem Sieg für Bremen aus, ehe Misidjan doch noch der Ausgleich gelang (92.).

Werder Bremen bleibt mit dem Remis auch nach dem dritten Spieltag der neuen Saison ungeschlagen. Die Franken hingegen müssen weiterhin auf ihren ersten Bundesligasieg nach dem Wiederaufstieg warten.

Borussia Mönchengladbach – FC Schalke 04 2:1 (1:0)

Mit einer Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach steckt der FC Schalke 04 in der Krise. Auch den dritten Spieltag der Bundesliga beendet das Team von Trainer Domenico Tedesco sieglos. Mönchengladbach hingegen gewann verdient durch Tore von Matthias Ginter (3. Minute) und Patrick Herrmann (77.) und kann sich damit im oberen Drittel der Tabelle festsetzen. Breel Embolo traf in der dritten Minute der Nachspielzeit noch zum Anschluss für Schalke.

Die Gladbacher erwischten einen Blitzstart. Schon nach der ersten Ecke lagen sie vorn. Nationalspieler Ginter stieg nach der Hereingabe von Jonas Hofmann höher als Daniel Caligiuri und ließ Schalkes Keeper Ralf Fährmann per Kopf keine Chance. Mit der Führung gab die Borussia weiter den Ton an. Schalke wirkte wie zuletzt behäbig im Spielaufbau. Das von Tedesco geforderte schnelle Spiel in der Spitze fand nicht statt. In der zweiten Halbzeit verstärkte Schalke den Druck, doch mehr als ein wegen Abseits (50.) zurecht nicht anerkannter Treffer von Mark Uth sprang zunächst nichts heraus. Die Gladbacher lauerten nun auf Konter, konnten ihre Heimserie gegen Schalke mit fünf Siegen in den zurückliegenden sechs Partien aber ausbauen.

VfL Wolfsburg – Hertha BSC 2:2 (0:0)

Der VfL Wolfsburg und Hertha BSC haben sich nach einer turbulenten Nachspielzeit unentschieden getrennt. Damit bleiben beide Teams auch nach drei Spieltagen der Fußball-Bundesliga ungeschlagen. Der VfL erkämpfte sich einen verdienten Punkt durch Tore der eingewechselten Yunus Malli (87./Foulelfmeter) und Admir Mehmedi (90.+3). Die taktisch und effektiv beeindruckenden Gäste waren zweimal durch Javairo Dilrosun (61.) und Ondrej Duda (90.+1) in Führung gegangen.

Lange Zeit schien das Team von Trainer Bruno Labbadia dem Sieg näher zu sein. Wolfsburg war spielbestimmend und hatte vor allem bessere Chancen. Entschlossen und recht risikofreudig schossen die Spieler zu Beginn aus fast allen Lagen. Aber auch Hertha kämpfte sich in das Duell herein. Die Gäste blieben zwar bis zur Pause ohne Großchance, spielten aber zunehmend besser. Nach der Führung des jungen Niederländers Dilrosun spielte Hertha beeindruckend abgeklärt.

Erst durch eine Videobeweisentscheidung kassierte Hertha doch noch den ersten Gegentreffer in dieser Saison. Maximilian Arnold war an der Strafraumgrenze von Herthas Arne Maier umgestoßen worden und stand dabei ganz knapp auf der Linie, der Elfmeter war somit berechtigt. Schiedsrichter Christian Dingert hatte zuvor lediglich auf Freistoß für Wolfsburg entschieden. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst schoss Duda einen Freistoß in der Nachspielzeit clever unter der Wolfsburger Mauer ins Tor. Doch die Niedersachsen kamen noch einmal zurück. Mehmedi drückte einen Kopfball des Ex-Herthaners Brooks noch über die Linie.

Düsseldorf – Hoffenheim 2:1 (1:0)

Mehr als fünfeinhalb Jahre musste Fortuna Düsseldorf auf einen Bundesliga-Sieg warten. Jetzt, gegen den Champions-League-Starter 1899 Hoffenheim, gelang dem Aufsteiger die Überraschung: Mit ihren beiden Treffern machten Alfredo Morales (45. Minute) und der eingewechselte Dodi Lukebakio (88., Fouleflmeter) den Sieg perfekt. Arsenal-Leihgabe Reiss Nelson hatte in der 86. Minute für Hoffenheim zum 1:1 getroffen.

Mainz – Augsburg 2:1 (0:0)

Dank später Joker-Tore hat der FSV Mainz 05 einen 2:1-Sieg gegen den FC Augsburg gefeiert und sich vorerst in der Spitzengruppe der Bundesliga festgesetzt. Die eingewechselten Anthony Ujah (87. Minute) und Alexandru Maxim (90.+3) drehten am Samstag die Partie nach dem Rückstand durch Dong Won Ji (82.). Während Augsburg die erste Saisonniederlage kassierte, bleiben die ungeschlagenen Mainzer mit sieben Punkten oben dran.

FC Bayern München – Bayer 04 Leverkusen 3:1 (2:1)

Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel hat der FC Bayern München seine Dominanz in der Fußball-Bundesliga unterstrichen. Der Titelverteidiger siegte gegen Bayer Leverkusen mit einem 3:1 (2:1). Vier Tage vor dem Champions-League-Auftakt in Portugal gegen Benfica Lissabon hatte der Tabellenführer wenig Probleme, sich gegen das Team von Bayer-Coach Heiko Herrlich durchzusetzen. 

Zwar ging Leverkusen in der Münchner Arena durch einen von Wendell in der Wiederholung verwandelten Foulelfmeter in Führung (5. Minute). Hinten fehlte es den defensiv ausgerichteten Gästen jedoch an der nötigen Stabilität und Zweikampfstärke. Ohne die angeschlagenen Nationalspieler Mats Hummels und Leon Goretzka reagierten die Münchner auf den frühen Frühstand mit viel Einsatz und Offensivkraft. Es zeigte sich, dass Leverkusen kein Team hat, das in der Defensive widerstandsfähig ist.

RB Leipzig – Hannover 96 3:2 (2:1)

Mit einem Doppelpack hat Timo Werner RB Leipzig den ersten Sieg beschert. Der deutsche Fußball-Nationalspieler erzielte gegen Hannover 96 in der 40. und 63. Minute seine ersten beiden Ligatreffer in dieser Saison. Die bis dahin ungeschlagenen, aber auch sieglosen Hannoveraner hielten das Spiel durch die Tore von Niclas Füllkrug (13.) und Miiko Albornoz (65.) aber noch lange offen. Den ersten Treffer des Spiels hat Yussuf Poulsen für die Gastgeber nach nur neun Minuten erzielt. 

Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:1 (1:0)

Borussia Dortmund bleibt auch nach dem dritten Spieltag der neuen Bundesligasaison ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre besiegte Eintracht Frankfurt 3:1. Beim BVB überzeugten im heimischen Stadion vor 81.000 Zuschauern vor allem die Neuzugänge. "Wir wussten, dass es körperlich ein hartes Spiel wird, aber wir haben gut dagegengehalten", sagte Torschütze Marius Wolf nach dem achten Heimsieg der Dortmunder gegen Frankfurt in Serie.

In der Anfangsphase der Partie, in der sich sehr viel im Mittelfeld abspielte, zeigte sich die Eintracht zunächst sicher und stark in den Zweikämpfen. Dennoch ging Dortmund nach einer Ecke durch Verteidiger Abdou Diallo in der 36. Minute in Führung. Erst in der zweiten Hälfte konnte sich die Eintracht für ihren couragierten Auftritt belohnen: Danny da Costa brachte einen Ball in die Mitte, wo Sébastien Haller stand und aus der Drehung zum verdienten 1:1 traf (68.). Doch nur wenige Minuten später überwand Marius Wolf, der in der Sommerpause aus Frankfurt nach Dortmund kam, Eintracht-Torhüter Kevin Trapp mit einem Aufsetzer und erzielte aus zehn Metern die erneute Führung für Dortmund (72.). Mit dem eingewechselten Paco Alcácer schoss auch das dritte Dortmunder Tor gegen Frankfurt ein Neuzugang. Der Stürmer setzte bei seinem Ligadebüt mit einem abgefälschten Schlenzer von der Strafraumgrenze den Schlusspunkt (88).

Die Eintracht musste sechs Tage vor ihrer Europacup-Rückkehr bei Olympique Marseille in der Europa League die bereits vierte Niederlage im fünften Pflichtspiel unter ihrem neuen Coach Adi Hütter hinnehmen. Für Dortmund war es zumindest vom Ergebnis her eine gelungene Generalprobe für den Champions-League-Auftakt am Dienstag beim FC Brügge.