Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, kandidiert für eine weitere Amtszeit an der Spitze des DOSB. Nach reiflicher Überlegung und vielen ermutigenden Gesprächen sei er bereit, weiterhin Verantwortung an der Spitze eines schlagkräftigen Teams zu übernehmen, teilte Hörmann mit.

Zuvor hatte die Konferenz der Landessportbünde nach DOSB-Angaben einstimmig für die Kandidatur Hörmanns votiert. Jetzt freue er sich auf den Austausch mit den Spitzenverbänden am kommenden Dienstag und hoffe auf eine ähnliche Unterstützung.

Zuletzt hatte er öffentlich über eine erneute Kandidatur nachgedacht. "An manchen Tagen stellt man sich die Frage, ob das, was man in einem solchen Ehrenamt erlebt, noch erstrebenswert und zumutbar ist", sagte Hörmann Anfang Juni gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Hörmann steht seit 2013 an der Spitze des deutschen Sportdachverbandes. Der 58-Jährige folgte Thomas Bach nach, als dieser zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt wurde. Zuvor war der Unternehmer aus Bayern ab 2005 acht Jahre lang Präsident des Deutschen Skiverbandes.

Zu den Schwerpunkten in seiner bisherigen Amtszeit gehörte die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 mit Hamburg, die am Bürgervotum scheiterte. Zuletzt konnte der DOSB bei den Winterspielen in Pyeongchang mit 14 Gold-, zehn Silber- und sieben Bronzemedaillen für Deutschland die erfolgreichsten Spiele seit der Wiedervereinigung feiern.