RB Leipzig – 1. FC Nürnberg 6:0 (4:0)

RB Leipzig hat 6:0 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen – der höchste Sieg der Vereinsgeschichte im Profi-Fußball. Damit rücken die Sachsen auf den zweiten Tabellenplatz vor. Nach nicht mal sieben Minuten hatten die stürmischen Leipziger von Trainer Ralf Rangnick mit einer 2:0-Führung durch Kevin Kampl in dessen 100. Ligaspiel (3.) und Yussuf Poulsen (7.) für die Vorentscheidung gesorgt. Noch vor der Pause erhöhten Marcel Sabitzer (21.) und Timo Werner (31.) mit seinem 50. Bundesligator. Doch damit noch lange nicht genug: Sabitzer (55.) und Werner (59.) erzielten weitere Tore, wobei Werner (63.) sogar noch einen Foulelfmeter vergab. Für die Attacke zuvor hatte Nürnbergs Tim Leibold die Rote Karte gesehen. Für die Franken hingegen war es nach dem 0:7 bei Borussia Dortmund bereits die zweite hohe Auswärtsniederlage innerhalb von elf Tagen.

TSG 1899 Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:2 (0:1)

Mit einem Sieg gegen Hoffenheim hat Eintracht Frankfurt seine Erfolgsserie fortgesetzt. Der deutsche Pokalsieger gewann mit 2:1 und sprang damit am siebten Spieltag wieder in die erste Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga. Vize-Weltmeister Ante Rebić (40. Minute) und Luka Jović (46.) trafen für die Eintracht, die den dritten Erfolg in acht Tagen feierte. Torschütze Rebić wurde nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot (64.) vom Platz gestellt. Trotz Überzahl reichte es für die Gastgeber nur noch zum Anschlusstreffer durch Reiss Nelson (82.) Für die strauchelnden und verletzungsgeplagten Hoffenheimer war es die dritte Heimniederlage innerhalb einer Woche. Nennenswerte Chancen waren auf beiden Seiten zunächst nicht zu sehen. Im Anschluss an einen miserablen Ballverlust beim Einwurf konterte die Eintracht dann jedoch ganz schnell: Jović hob den Ball in die Spitze, Rebić überlupfte den viel zu weit aus seinem Tor gekommenen Hoffenheimer Oliver Baumann zur Führung. 33 Sekunden nach Wiederanpfiff verwandelte der starke Jović einen Abpraller zum 2:0. Für die Hoffenheimer scheiterten Adam Szalai (61.) und Kerem Demirbay (67.) an Frankfurts Torwart Kevin Trapp. Nach dem Feldverweis gegen Rebić traf Nelson für die TSG.

SC Freiburg – Bayer 04 Leverkusen 0:0 (0:0)

Bayer Leverkusen kam in Freiburg nicht über ein Remis hinaus. Statt nach dem Erfolg in der Europa League nachzulegen, verharrt die Bayer-Elf damit mit sieben Punkten aus sieben Spielen auf Tabellenplatz 14. Die Freiburger erarbeiteten sich eine Woche nach dem 1:4 beim FC Augsburg immerhin einen Punkt (acht Zähler) und können damit eher leben als die Gäste. In einer müden Partie leisteten sich beide Teams viele Ungenauigkeiten. Von einem geordneten Spielaufbau war wenig zu sehen, Chancen blieben weitgehend aus. Der Distanzschuss des Leverkusener Hoffnungsträgers Kai Havertz kurz vor der Pause (43.) sorgte noch für die größte Torgefahr, flog aber ebenso knapp vorbei wie der Versuch von Kevin Volland in der 27. Minute. In der zweiten Halbzeit machte Freiburg etwas mehr im Angriff, die besten Chancen vergaben Linksverteidiger Christian Günter (73.) und Luca Waldschmidt (90.). Leverkusen-Trainer Herrlich versuchte es mit Leon Bailey für Julian Brandt. Doch es fehlten im Spiel nach vorn die zwingenden Aktionen.

FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:2)

Der FC Bayern München hat 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach verloren. Für den Rekordmeister ist es bereits das vierte erfolglose Pflichtspiel in Folge. Nach einem starken Anfang der Bayern traf in der 10. Minute der Franzose Alassane Pléa für Gladbach zum 1:0. Nur sechs Minuten später der nächste Treffer: Lars Stindl erhöhte für die Gäste auf 2:0. Dann versuchte die Mannschaft von Trainer Niko Kovač, über Ballbesitz zurück ins Spiel zu finden. Doch die Bayern konnten die kompakte Abwehr der Gladbacher nicht bezwingen. Gladbach stellte den Spielaufbau der Gastgeber immer wieder auf die Probe: Sie variierten immer wieder im Defensivverhalten, indem sie sich teilweise stark zurückzogen, doch in den entscheidenden Situationen couragiert angriffen. Nur selten kamen die Bayern in die gefährlichen Zonen – was mit Pfiffen von den Rängen bestraft wurde. Kurz vor Schluss, in der 88. Minute, sorgte dann der eingewechselte Patrick Herrmann für das 0:3.

Borussia Dortmund – FC Augsburg 4:3 (0:1)

Der FC Augsburg startete stark in die Partie, Borussia Dortmund schaffte es erst mit der Zeit, zu kontern. Die Gäste präsentierten sich sowohl stark in der Abwehr als auch im Angriff und machten es dem BVB extrem schwer – das lag auch an ihrem sehr hohen Pressing. Nach 20 Minuten war das Kräfteverhältnis ausgeglichen, in der 22. Minute fiel dann das erste Tor: Augsburgs Alfreð Finnbogason traf zum 1:0. Dortmund wirkte nach dem Rückstand entschlossen, drängte auf den Ausgleich. Augsburgs Verteidigung blieb jedoch stark. Der FCA kam immer wieder auf einfachem Weg zu Torabschlüssen, die Borussen hingegen wirkten noch unsicher. Mit dem 1:0 für Augsburg ging es in die Kabinen. In der 62. Minute dann der Ausgleich für Dortmund: Paco Alcácer traf zum 1:1. In der 72. Minute schoss Philipp Max den FC Augsburg mit einem 2:1 wieder in Führung. Nur kurze Zeit später dann der Ausgleich für Dortmund: Wieder war es Alcácer, der den Ball ins Tor traf. Dortmund gelang durch Mario Götze in der 84. Minute die 3:2-Führung. Doch Augsburgs Michael Gregoritsch traf in der 87. Minute zum 3:3-Ausgleich. Erst in der Nachspielzeit setzte Paco Alcácer mit dem 4:3 den Endpunkt der Partie und verschaffte damit seinen Dortmundern drei Punkte.

Fortuna Düsseldorf – FC Schalke 04 0:2 (0:0)

In der vierten Minute sah es noch nach einem 1:0 für die Düsseldorfer aus. Benito Raman steuerte fast ungehindert aufs Tor zu – schoss dann aber daneben. Die Stimmung im Stadion war bestens und wurde durch die Aktion noch weiter angeheizt. Dann legte allerdings auch Schalke vor und schoss mehrere Male aufs Tor – jedoch erfolglos. Die Gelsenkirchener zeigten sich ab der 24. Minute als die deutlich aktivere Mannschaft. Um die 30. Minute herum war das Spiel stark von Hektik und Fouls geprägt, immer wieder blieben Spieler liegen und es wurde unterbrochen. Mit einem 0:0 ging es in die Pause. Doch nur wenige Minuten nach der Halbzeit fiel dann das erste Tor für Schalke: Weston McKennie traf in der 48. Minute zum 1:0 aus Sicht der Schalker. Auch das zweite Tor der Gäste ließ nicht lang auf sich warten: Guido Burgstaller erhöhte in der 53. Minute zum 2:0. Fortunas Trainer Friedhelm Funkel schickte zwar mit Marvin Ducksch und Takashi Usami weitere Offensivkräfte ins Rennen, doch den Rückstand konnte der Aufsteiger nicht mehr wettmachen.

Hannover 96 – VfB Stuttgart 3:1 (2:0)

Zwei Tore von Neuzugang Bobby Wood haben Hannover 96 im siebten Anlauf endlich den ersten Saisonsieg beschert. In den ersten Minuten hielt Hannover den Ball und machte Druck auf die Stuttgarter. Doch dann hatten die Schwaben die erste große Chance: Daniel Didavi durfte einen Freistoß auf das Tor der 96er zielen – traf aber in die Mauer. Immer wieder musste die Partie wegen Foulspielen unterbrochen werden. Obwohl zunächst Großchancen ausblieben, starteten beide Mannschaften ab der 27. Minute starke Aktionen. In der 30. Minute fiel das erste Tor: Wood traf mit dem Kopf zum 1:0. Von dem Treffer konnte sich der VfB kurz vor der Pause nur schwer erholen. Das nutzte Wood noch einmal – und traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum zweiten Mal für Hannover. Kurz nach Wiederanpfiff zog Mario Gómez nach und erzielte in der 50. Minute das 1:2 für Stuttgart. Nach dem Treffer zeigte sich der VfB im Angriff deutlich aktiver. Hannover wurde durch den Gegentreffer wachgerüttelt und setzte gegen den Stuttgarter Angriff ein gutes Gegenpressing. In der 91. Minute traf Hannovers Ihlas Bebou dann zum 3:1-Sieg gegen Stuttgart. Der VfB zahlte den Preis für eine missratene erste Hälfte.

1. FSV Mainz 05 – Hertha BSC 0:0 (0:0)

Der FSV Mainz 05 hat Hertha BSC zwar einen Punkt abgetrotzt, konnte aber die Torflaute nicht beenden. Es war bereits das vierte Spiel in der Fußballbundesliga in Serie, in dem die Rheinhessen ohne Treffer blieben. Die Spieler beider Mannschaften lieferten sich schon früh in der Partie Zweikämpfe. Vor allem die Mainzer eroberten sich Bälle in vielversprechenden Positionen. So übernahm der FSV die Führung mit enormer Ballsicherheit, die Berliner dagegen konnten das gewohnte Tempo nicht in die eigenen Aktionen bringen. Ab der 33. Minute jedoch stellte sich Hertha BSC auf den schwungvollen Auftritt der Mainzer ein und zwang die Gastgeber immer wieder dazu, die Angriffe abzubrechen. Mainz verlor an Tempo, Hertha glänzte in der Abwehr. Nach einer kurzen Schwächepause fingen sich die Mainzer wieder und waren erneut klar überlegen. Torlos ging es in die Halbzeitpause. Danach ging es weiter wie zuvor: viele Zweikämpfe im Mittelfeld, dafür kaum gefährliche Torraumszenen. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften 0:0. Allerdings: Viel hätte nicht gefehlt, dann hätten die Berliner mit der ersten Chance nach dem Wiederanpfiff den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Der für Vedad Ibišević eingewechselte Davie Selke (63.) köpfte den Ball wenige Zentimeter am rechten Mainzer Pfosten vorbei.

Werder Bremen – VfL Wolfsburg 2:0 (1:0)

Werder Bremen hat den VfL 2:0 geschlagen. Wolfsburg startete stark ins Spiel, Werder wirkte zunächst etwas unbeholfen im Aufbau. Viele Pässe gingen bei den Bremer Gastgebern daneben und auch die Defensive war etwas schwach. Ab der 30. Minute zeigten die Bremer dann stärkere Leistungen. In der 35. Minute traf Bremens Davy Klaassen zur 1:0-Führung. Nach der Pause war das Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften ausgeglichen. Das Spiel verlief zunächst ohne spannende Aktionen. Dann zeigte sich Werder wieder angriffslustiger. In der 86. Minute dann der Treffer zum sicheren Sieg für Werder Bremen: Johannes Eggestein traf zum 2:0.