Markus Weinzierl ist neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Der 43-Jährige wird Nachfolger des am Sonntag beurlaubten Tayfun Korkut.

Weinzierl war mehr als ein Jahr ohne Job, zuvor hatte er den FC Schalke 04 trainiert, wurde aber nach nur einer Saison entlassen. Seine erfolgreichste Zeit hatte der ehemalige Profi als Trainer des FC Augsburg, für den er vier Jahre arbeitete. Zuvor war er bei Jahn Regensburg tätig. Weinzierl ist beim VfB bereits der elfte Trainer in fünf Jahren.

"Mit Markus Weinzierl haben wir einen absolut erfolgshungrigen Trainer verpflichtet, der die Bundesliga genau kennt und weiß, auf was es in unserer Situation ankommt", wird Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke in einer Vereinsmitteilung zitiert. "Er wird unsere Mannschaft entscheidend weiterentwickeln."

Weinzierl sagte: "Der VfB ist ein großer Verein, der sich momentan in einer sportlich schwierigen Situation befindet. Dennoch bin ich vom Potenzial der Mannschaft und des Vereins überzeugt."

Der Wechsel dürfte auch für Manager Michael Reschke zum Erfolgsmesser werden. Bleibt auch mit dem neuen Trainer der Erfolg aus, würde der Sportchef selbst infrage gestellt. Die Glaubwürdigkeit des 61-Jährigen hat gelitten, seit er Korkut beurlaubte, obwohl er ihm noch wenige Stunden zuvor öffentlich das Vertrauen ausgesprochen hatte.

Für Weinzierl wird es in erster Linie darum gehen, der Mannschaft einen mutigeren Spielstil zu verpassen. Das Potenzial ist nicht nur dank der vielversprechenden Transfers aus dem Sommer vorhanden. Dennoch hatte der VfB unter Korkut vor allem in der Offensive große Probleme. Der biedere Spielstil mündete in einer sportlichen Krise, die mit dem letzten Tabellenplatz manifestiert wurde.