Olympique Lyon – TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (2:0)

Der Einzug ins Achtelfinale der Champions League wird schwierig für die TSG 1899 Hoffenheim, ist aber immer noch möglich. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann erkämpfte sich bei Olympique Lyon nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeitpause noch ein 2:2. Erst in der Nachspielzeit konnte Hoffenheim eine Niederlage abwenden.

Das ist das vierte sieglose Gruppenspiel für die Hoffenheimer. Um es in die K.-o.-Phase zu schaffen, müssen sie in den kommenden Spielen gegen Schachtar Donezk und Manchester City gewinnen und außerdem auf eine Niederlage von Lyon hoffen. Für Olympique trafen Nabil Fekir (19. Minute) und Tanguy Ndombele (28.), die Tore für die Hoffenheimer schossen Andrej Kramarić (65.) und Pavel Kadeřábek (90.+2). Nach einer Gelb-Roten Karte für Kasim Adams (51.) war die TSG lange in Unterzahl.

Die Kraichgauer spielten von Beginn an mutig nach vorn und waren in der Anfangsphase klar überlegen. Lyon agierte zurückhaltend und mit Respekt. Vor allem über die linke Seite war Hoffenheim mit Jungnationalspieler Nico Schulz und Kramarić immer wieder gefährlich. Die gute Anfangsphase konnte die TSG aber nicht in Tore umsetzen. Lyon begann nach dem ersten Tor mit schnellem Umschaltspiel – das stellte die Abwehr der Hoffenheimer mehrfach vor Probleme. Die TSG-Defensive präsentierte sich erneut als zu unerfahren für europäisches Spitzenniveau.  

FC Bayern München – AEK Athen 2:0 (1:0)

Der FC Bayern München hat nach einem 2:0-(1:0)-Sieg über AEK Athen gute Chancen, ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Beide Tore für den deutschen Meister erzielte Robert Lewandowski. In seinem 100. Europapokalspiel verwandelte Lewandowski in der 31. Minute einen von ihm selbst provozierten Strafstoß zur Führung. Athens Uroš Ćosić hatte den Polen zuvor am Trikot gezupft, Lewandowski ging zu Boden und der Torrichter entschied auf Elfmeter. In der 71. Minute legte er nach einem Eckball von Joshua Kimmich zum 2:0 nach. Beide Tore fielen nach ruhenden Bällen und entsprangen nicht feinem Kombinationsfußball.

"Wir haben verdient gewonnen, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden", sagte Trainer Niko Kovač bei Sky. "Es war kein Feuerwerk, aber wir haben zehn Punkte, es sieht gut aus. Aber gegen Dortmund müssen wir uns sicherlich steigern." Die Bayern führen die Gruppe E vor Ajax Amsterdam an, das sich von Benfica Lissabon 1:1 trennte. In drei Wochen reicht den Münchnern zu Hause gegen Lissabon ein Unentschieden, um den Einzug in die K.-o.-Runde zu schaffen. "Wir wussten, dass es nicht leicht werden würde, haben aber einen guten Schritt nach vorn gemacht", sagte Lewandowski. "Wir hatten das Spiel in den entscheidenden Situationen unter Kontrolle."

Dabei taten sich die Münchner nach vier Heimspielen ohne Sieg anfangs auch gegen AEK schwer. Die Griechen spielten stärker auf als beim 0:2 im Hinspiel und hatten sogar die erste größere Torchance. Die Bayern, in der erwarteten Startformation mit Thomas Müller und Innenverteidigerduo Jérôme Boateng und Mats Hummels, aber ohne den angeschlagenen James Rodríguez, ließen dem griechischen Meister zunächst zu viel Raum und hatten zu wenig Tempo in ihren Aktionen. In einer überraschend ausgeglichenen Partie kamen die Münchner kaum zu gefährlichen Szenen. 

In der zweiten Halbzeit traten die Münchner zielstrebiger und dominanter auf. Die spielerisch limitierten Gäste schlugen sich zwar weiterhin achtbar – ernsthaft gefährden konnte AEK die Münchner aber nicht mehr. Eher routiniert als glanzvoll sicherten die Bayern das Ergebnis.