Auch die zweite Runde der Schachweltmeisterschaft in London ist mit einem Unentschieden zu Ende gegangen. Diesmal hatte Weltmeister Magnus Carlsen die weißen Steine. Sein Versuch, mit dem Anzugsvorteil Druck auszuüben auf Fabiano Caruana, scheiterte gründlich.

Der Herausforderer lockte Carlsen in eine vorbereitete, taktisch sehr komplexe Variante. Caruana führte seine Züge in großer Eile aus, während Carlsen viel Zeit brauchte.

Schließlich gelang es dem Weltmeister, unter einem Bauernopfer in ein Turmendspiel abzuwickeln, dass er remis halten konnte. Die Partie endete nach etwas über 3 Stunden und 49 Zügen.

Der Publikums- und Medienandrang war gewaltig. Es gab lange Schlangen am Eingang.

Bei der WM steht es nach zwei Runden nun 1:1. Sonntag ist spielfrei, die dritte Partie wird am Montag gespielt.

Der Wettkampf ist auf zwölf Partien angesetzt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand erfolgt ein Tiebreak. Der Sieger einer Begegnung erhält einen Punkt, bei einem Remis bekommen beide Spieler jeweils 0,5 Punkte. Das Preisgeld beträgt eine Million Dollar.

Ein ausführlicher Bericht über die erste Runde folgt in Kürze von unserem Reporter Ulrich Stock. Er begleitet für Sie die Schach-WM in London – hier auf ZEIT ONLINE und in der ZEIT. Alles zum Turnier finden Sie auf unserer Themenseite.