Der während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang positiv auf Meldonium getestete russische Curler Alexander Kruschelnizki ist für vier Jahre gesperrt worden. Kruschelnizki habe aus Sicht des urteilenden Richters nicht nachweisen können, dass die verbotene Substanz nicht absichtlich in seinen Körper gelangt sei, teilte der internationale Sportgerichtshof CAS mit. Die Sperre ist seit dem 12. Februar 2018 aktiv.

Kruschelnizki hatte mit seiner Partnerin die Bronzemedaille im neuen Mixed-Wettbewerb gewonnen. Bereits während der Winterspiele war seine positive Probe bekannt geworden, weswegen er die Medaille zurückgeben musste. Kruschelnizki selbst hatte in Südkorea die Einnahme illegaler Substanzen zur Leistungssteigerung bestritten.

Der Wirkstoff Meldonium, der Kruschelnizki im Februar nachgewiesen werden konnte, ist in Herz- und Kreislaufmedikamenten enthalten, die die Blutversorgung und die Ausdauer erhöhen sollen. Behandelt wird damit unter anderem Angina pectoris. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) verbot Meldonium mit Wirkung vom 1. Januar 2016. In Deutschland ist Meldonium nicht zugelassen.

Russland weiterhin vom Weltsport suspendiert

Russische Sportlerinnen und Sportler müssen sich seit der Aufdeckung eines organisierten Dopingsystems in Russland individuellen Dopingtests in einem unabhängigen System unterziehen, wenn sie an internationalen Wettbewerben teilnehmen möchten. Der russische Leichtathletikverband Rusaf ist seit November 2015 vom Weltsport suspendiert.

Erst kürzlich hatte der Leichtathletikweltverband IAAF bekannt gegeben, dass Russland vorerst weiterhin von internationalen Wettbewerben suspendiert bleibt. Nach Auffassung des IAAF-Council erfülle es nicht alle Bedingungen für eine Rückkehr der russischen Leichtathletinnen und Leichtathleten in den Weltsport.