Die europäische Fußballunion (Uefa) will ab der Saison 2021/22 einen dritten Europapokal-Wettbewerb neben Champions League und Europa League starten. Wie das Exekutivkomitee des Kontinentalverbandes beschloss, soll das neue Format 32 Teilnehmende haben. Der Arbeitstitel lautet Europa League 2.

"Es wird mehr Spiele für mehr Vereine geben, wobei in den Gruppenphasen mehr Verbände vertreten sind", sagte Uefa-Präsident Aleksander Čeferin. "Dieser Wettbewerb wurde aus dem laufenden Dialog mit den Clubs über die European Club Association geboren." Durch die neue Liga erhöht sich die Zahl aller Vereine in den Europapokal-Wettbewerben von 80 auf 96 Teams. Die Europa League wird von 48 auf ebenfalls 32 Teams reduziert. Die Anzahl der Starter in der Champions League bleibt bei 32 Teams.

Die Fußball-Bundesliga soll einen Startplatz im dem neuen Wettbewerb erhalten. Der Bundesliga-Siebte werde teilnehmen dürfen, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Andrea Agnelli, Chef der europäischen Vereinigung der Topclubs (ECA), begrüßte die Entscheidung. Der Beschluss stelle ihm zufolge die faire Entwicklung der Clubwettbewerbe sicher und sichere dem Fußball die Rolle als Sport Nummer eins in der Welt. Welche Auswirkungen der neue Wettbewerb auf die Anzahl und Zuteilung der Bundesliga-Vereine hat, ist vorerst unklar. Gespielt wird in dem Wettbewerb in der Gruppenphase wie in der Europa League donnerstags. Das Finale soll jeweils zum Saisonende in einer Woche mit den Endspielen der Champions League und der Europa League stattfinden.

Attraktivität der Europa League soll steigen

Bereits Ende August hatte die Sport Bild über die Planungen berichtet. Demzufolge soll durch die neue Liga die sportliche Attraktivität der Europa League steigen, wodurch sich auch die Vermarktungsmöglichkeiten, etwa durch TV und Sponsoren, erhöhen. Zum anderen soll mehr Vereinen aus kleineren Fußballnationen, etwa aus Skandinavien oder Osteuropa, der Zugang zum Europacup ermöglicht werden, ohne die Europa League – wie zunächst vorgeschlagen – auf 64 Teams aufstocken zu müssen.

Bereits zwischen 1960 und 1999 gab es mit dem Europapokal der Pokalsieger einen Wettbewerb unterhalb von Champions League und Europa League. Letzter Sieger war Lazio Rom.