Wer spielt wann gegen wen?

Merz gegen Spahn, Kramp-Karrenbauer gegen Merz, Spahn gegen Kramp-Karrenbauer, pfff. Hier geht es um echte Liebe.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Nürnberg. Viele, die nicht das Glück haben, aus Bayern zu stammen, verstehen selten, was in diesem herrlichen Bundesland passiert. An diesem Wochenende wird das ganz einfach: der Teil Bayerns, der sich Altbayern nennt, empfängt die Franken, deren Identitätssuche vor allem darin besteht, ganz sicher keine Bayern zu sein. Die Feindschaft geht weit zurück und kennt tragische Momente: Der Würzburger Bürgermeister Wilhelm Joseph Behr wurde zum Beispiel 1832 wegen Hochverrats verhaftet, weil er die bayerische Verfassung als die denkbar schlechteste bezeichnete. Bis heute beklagen Franken ein Nord-Süd-Gefälle, zum Beispiel in der Finanzierung der Forschung. Die Anschuldigungen gehen sogar so weit, dass gesagt wird, Franken seien im Vergleich zu den Bayern häufiger krank oder es würden Nazibauwerke in München abgerissen, während sie in Franken unter Denkmalschutz gestellt werden. Es ist ernst. Auch für den Ministerpräsidenten Markus Söder, einem Franken. Er versucht das Unmögliche, indem er sich zu beiden Clubs bekennt, was auch ein Grund für die CSU-Wahlergebnisse sein dürfte.

Jedenfalls wird der innerbayerische Konflikt schon immer am deutlichsten, wenn der Glubb aus Nürnberg auf die verhassten, reichen Münchner trifft. Nürnbergs Trainer Michael Köllner eröffnete das Duell schon mal, indem er sich vorab über den Rasen in der Allianz Arena beschwerte. Er braucht solche Nebenschauplätze, sein Club ist eher nicht der Favorit. Von 75 Duellen gewannen die Bayern 47. Der letzte Clubsieg in München liegt 26 Jahre zurück. Die, die dabei waren, erinnern sich gerne an Sergio Zárate, der damals doppelt traf, und in die Kurve zu 15.000 ausrastenden Nürnberg-Fans rannte. Die Heimfahrt auf der A9 traten manche im Schneeregen mit offenem Fenster und gehisster Clubfahne an. Es war die einzige Saison, in der Nürnberg in den letzten 50 Jahren vor den Bayern landete. Muss ja nicht die letzte gewesen sein. 

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Schalke gegen Dortmund. Schalkes Manager Christian Heidel lobte vor dem Duell die Personalpolitik des Gegners, eigentlich ein No-Go in Herne-West. Überhaupt: Was mal ein Revierderby war, ist zumindest in der Tabelle ein Duell mit einem klaren Favoriten geworden. 19 Punkte trennen die beiden Rivalen, der BVB scheint den Schalkern, immerhin aktueller Vizemeister, in allem überlegen zu sein. Doch das dachten die Borussen auch in der vergangenen Saison, als sie zuhause 4:0 führten und dann doch noch 4:4 spielten. Ein Spiel, das es so schnell nicht wiedergeben wird. Oder doch? Bei Schalke fehlen Mark Uth, Breel Embolo, Cedric Teuchert und Franco di Santo, alle vier sind Stürmer. Um wieder vier Tore aufzuholen, dafür müsste noch ein Stürmer aus irgendeiner Zeche auferstehen.

Wer steht im Blickpunkt?

Der FC Watford. Der englische Premier-League-Club aus dem Osten Londons spielte am Dienstag zuhause gegen Manchester City. Weniger das Ergebnis (1:2) war spannend, sondern eine gemeinsame Choreographie der Fangruppen "The 1881" und der LGBT-Gruppe "Proud Hornets". Fast 7000 Fans hielten die Regenbogenfarben in die Höhe, um auf LGBT-Inklusion im Sport aufmerksam zu machen. Das ist Teil einer Initiative der Stonewall-Kampagne, die sich für die Gleichberechtigung von LGBT-Sportlerinnen und Sportlern stark macht. Alle Premier-League-Clubs machen mit, könnte man sich das nicht auch mal in Deutschland vorstellen? Die Initiative schreibt: "Es ist an uns, ein aktiver Verbündeter der lesbischen, schwulen, bi und transsexuellen Sportler zu sein." Dem ist nichts hinzuzufügen.