Wer spielt wann gegen wen?

Wie immer: Bitte verteilen Sie, meine Damen, und die, die Ihnen nachlaufen, neun Herzchen.


Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Düsseldorf gegen Freiburg. Die Bundesliga legt einen Endspurt hin, noch drei Spieltage stehen bis Weihnachten an. Da kann es noch zu kleinen Verschiebungen in der Tabelle kommen, speziell am Ende. Die Fortuna, der immerhin drei Tore in München gelangen, steht auf dem letzten Platz, hat aber noch Chancen, die Abstiegszone bis zum Hinrundenende zu verlassen. Dem Heimspiel gegen Freiburg folgt ein weiteres am Dienstag gegen Dortmund, bevor sie nach Hannover zum derzeit Vorletzten reist. Das sind zumindest zwei Duelle, in denen der Aufsteiger punkten kann. Auf der anderen Seite ist es auch für Freiburg möglich, nach oben zu springen. Außer auf Düsseldorf trifft der SC in diesem Jahr noch auf zwei weitere Abstiegskandidaten: Hannover und Nürnberg. Angesichts der derzeitigen Verfassung der Freiburger sind da ein bis drei Siege drin.

Einem ganz anderen Restprogramm sieht sich Werder Bremen gegenüber: Hoffenheim, Leipzig und, nun am Samstag, Dortmund, wenn die Borussia mit einem Heimsieg Herbstmeister werden würde. Wer nimmt die Wette an, dass Freiburg bis zur Winterpause vor Bremen gelandet sein wird?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Leipzig gegen Mainz. RB tat im Sommer einiges, um sich für die Europa League zu qualifizieren. Nach einer Tour über den halben Kontinent gelang dies in letzter Minute. Nun ist Leipzig in letzter Minute ausgeschieden. Die bis dahin punktlosen Norweger von Rosenborg Trondheim trafen zum Ausgleich. Wieder kein Titel für Ralf Rangnick. Er hatte seine Elf im Vergleich zum Spiel davor auf acht Positionen umgestellt. Das ging schief. Aber vielleicht ist alles nicht so schlimm. Nach der Niederlage in Salzburg vor zwei Wochen wurde Rangnick schließlich so verstanden, als hätte die Bundesliga Priorität. Möglicherweise kamen auch deswegen nur 16.950 Zuschauerinnen und Zuschauer zum entscheidenden Heimspiel in der "fußballverrückten Stadt" (Ex-RB-Stürmer Davie Selke). Es zeigt sich, dass es offenbar nicht alle gut finden, wenn man diesen Wettbewerb kleinredet. Zumal die Bundesligisten seit Jahren, seit Jahrzehnten, früh in der Europa League, formerly known as Uefa Cup, ausscheiden. Dafür gibt es eine beliebte Erklärung: Die haben das Ganze nicht ernst genug genommen. Es gäbe natürlich eine andere: Sie sind einfach nicht gut genug. Dabei hätte RB genug Geld, um das Finale zu erreichen.

Wie geil man Europapokal übrigens finden kann, zeigt Eintracht Frankfurt.

Wer steht im Blickpunkt?

Christian Heidel. Der Schalker Manager hat noch nicht viele gute Spieler für Schalke gekauft. Die Königsblauen stehen sehr weit weg von Dortmund und, noch schlimmer, nur knapp oberhalb der Abstiegszone – und könnten ihr durch eine Niederlage in Augsburg sogar noch näher kommen. Nun musste der Manager die Empfehlung seines Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies in der Zeitung lesen. Der erwägt, Heidel einen Ex-Fußballer als Berater oder Sportdirektor zur Seite zu stellen. Also jemanden, der sich mit diesem Sport auskennt, soll das wohl heißen. Heidel entgegnete ablehnend. Es sei zwar legitim, dass sich Tönnies Gedanken mache, "vielleicht sogar mal eine Idee hat", aber für Heidel sei das nie ein Thema gewesen. Es wird mal wieder unruhig auf Schalke, wo am Dienstag Benedikt Höwedes mit Lok Moskau zu Besuch war und die Fans mit seinen vielen gewonnenen Zweikämpfen daran erinnerte: Was hat Heidel oder wen auch immer in Gelsenkirchen geritten, ihn, den Schalker Kapitän und Weltmeister, die verlässliche Größe in der Abwehr, die Identifikationsfigur des Vereins, zu vergraulen?

Die deutschen Schiedsrichter bekommen Ähnliches wie Heidel zu hören. Nach einigen wiederholt seltsamen Entscheidungen zuletzt, trotz Videohilfe, plant der DFB offenbar, Ex-Nationalspieler einzusetzen, die den Schiris dann erklären sollen, was ein Foul ist. Mario Basler hat seine Bereitschaft bereits bekundet. In Schiedsrichterkreisen ist von einer Bankrotterklärung die Rede.

Nebenbei, herzlichen Glückwunsch zum 80.!