Die Vereine der Zweiten Fußball-Bundesliga wollen die Montagsspiele abschaffen. Bei einem Treffen hätten sie sich mit großer Mehrheit darauf geeinigt, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Stattdessen soll es ein Spiel am Samstagabend ab 20.15 Uhr geben. Zuvor hatten sich die Vereine der 1. Liga für die Abschaffung ihrer Montagsspiele ausgesprochen.

Mehrere Vereine freuen sich über die anstehende Veränderung: "Der 1. FC Köln unterstützt die klare Mehrheit innerhalb der Liga für eine Abschaffung der Montagsspiele und hat entsprechend abgestimmt", erklärte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der Geschäftsführer des Vereins Arminia Bielefeld, Markus Rejek, sagte: "Wir glauben, dass der Samstagabend die deutlich sinnvollere und bessere Alternative ist, auch aus Sicht der Fans."

Die Montagsspiele in der Zweiten Bundesliga wurden im Oktober 1993 eingeführt und liefen bis zum Frühjahr 2017 mit guten Einschaltquoten im frei empfangbaren Sender DSF und dem Nachfolger Sport1. Durch den Wechsel zu Sky wurden die Übertragungen kostenpflichtig – zum Ärger vieler Fans und Vereine. Die Montagsspiele galten ohnehin als schwer zugänglich: Für viele Fans war ein Stadionbesuch unter der Woche nicht vereinbar mit ihrem Berufs- und Familienleben. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Proteste gegeben.

Kritischer sieht die DFL, allen voran Chefverhandler Christian Seifert, die mögliche Einstellung. Man müsse nach Modellen suchen, die die zu erwartenden Mindereinnahmen bei der Verhandlung für den nächsten TV-Vertrag ab der Saison 2021/22 auffangen, sagte Seifert. Ähnlich äußerte sich Michael Voigt, Geschäftsführer vom Verein Erzgebirge Aue: "Durch den Wegfall der Montagsspiele muss den Vereinen bewusst sein, dass die Einnahmen aus Fernsehgeldern geringer werden könnten." Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle sagte: "Den Montag von Spielen freizuhalten, kann für alle Seiten ein Gewinn sein, wenn man eine attraktive Alternative findet."