Die deutsche Handballnationalmannschaft hat 31:30 (17:16) gegen Spanien gewonnen. Damit fährt das Team als ungeschlagener Hauptrundensieger nach Hamburg, wo es am Freitag im Halbfinale gegen Vizeweltmeister Norwegen antritt. Bester Werfer im Duell mit den Spaniern, die lediglich um Rang sieben spielen, war Fabian Böhm mit fünf Toren.

Aufgrund der bisher guten Bilanz war klar, dass Deutschland auch bei einer Niederlage ins Halbfinale einziehen würde. Trotz der komfortablen Ausgangslage begann die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop schwungvoll. Schon früh riss Kapitän Uwe Gensheimer die Zuschauer mit einem sensationellen Kontertor zum 2:1 von den Sitzen.

Nach zwölf Minuten kam der für den am Knie verletzten Martin Strobel nachnominierte Tim Suton zu seinem WM-Debüt und führte sich wenig später mit seinem ersten Tor gleich gut ein. Trainer Christian Prokop wechselte munter durch: Bereits nach 20 Minuten waren bis auf Steffen Weinhold, der nach seiner Zerrung im Adduktorenbereich noch nicht ganz fit zu sein scheint, alle deutschen Spieler im Einsatz.

Darunter litt in erster Linie die Defensive, die dem Europameister Spanien ungewohnt viele Lücken bot. Dafür lief es im deutschen Angriffsspiel ordentlich, sodass die Partie im ersten Durchgang ausgeglichen blieb. "Wir spielen super vorne. In der Abwehr haben wir noch ein bisschen Luft nach oben, müssen unseren Torhütern etwas mehr helfen", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Pause.

Nach der Pause ging es stimmungsvoll weiter. Torwart Silvio Heinevetter zeigte gleich mehrere Glanzparaden – und vorne wurde weiter Druck gemacht. Lohn war eine erstmalige Vier-Tore-Führung beim 23:19 nach 41 Minuten. Erst in der Schlussphase ließ die Konzentration etwas nach.