Die deutsche Handballnationalmannschaft hat das WM-Halbfinale gegen Norwegen verloren. Die DHB-Auswahl unterlag in Hamburg mit 25:31 (12:14). Das Team von Trainer Christian Prokop verpasste damit den Einzug in ihr erstes WM-Endspiel seit zwölf Jahren und tritt am Sonntag im Spiel um Platz drei gegen Titelverteidiger Frankreich an.

Kapitän Uwe Gensheimer ist mit sieben Treffern bester Werfer der deutschen Mannschaft, die erstmals im Turnier größere Schwächen in der Abwehr zeigte. Erfolgreichster Norweger war Magnus Rød von der SG Flensburg-Handewitt, der sieben Tore erzielte.

Trainer Prokop räumte nach Spielende Probleme seines Teams ein. "Wir haben heute mit Sicherheit nicht unsere beste Leistung geboten", sagte Prokop. "Mir hat etwas die Traute aus dem Rückraum gefehlt." Bereits in seiner ersten Auszeit hatte der Trainer ein Spiel "mit Druck" gefordert. Der Rückraumspieler Paul Drux sagte: "Wir sind alle sehr enttäuscht, wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt."

Norwegen spielt im Finale gegen Dänemark

Schon bei der Europameisterschaft 2016 waren Deutschland und Norwegen aufeinandergetroffen. Damals gewann die DHB-Auswahl erst in der Verlängerung mit 34:33.

Im ersten Halbfinalspiel am Freitagabend konnte sich Dänemark klar gegen den sechsfachen Weltmeister Frankreich durchsetzen. Der Co-Gastgeber gewann überraschend deutlich mit 38:30 (21:15) und spielt am Sonntag im dänischen Herning gegen Norwegen um den Titel. Auch das Spiel um Platz drei wird dort ausgetragen.