Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die Vierschanzentournee gewonnen und als dritter Skispringer überhaupt einen Vierfachsieg auf allen Schanzen geschafft. Mit Sprüngen auf 135 und 137,5 Meter siegte der 22-Jährige auch in Bischofshofen und wiederholte damit seine Erfolge aus Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck. Der Sieg auf allen vier Schanzen gelang zuvor nur Sven Hannawald und dem Polen Kamil Stoch.

Zwei Deutsche, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe, erreichten in der Gesamtwertung Rang zwei und drei. "Geil, geil, geil, geil, geil, ohne Scheiß. Es ist einfach mega", sagte Eisenbichler nach dem Ende der Tournee. Für die Deutschen ist es in der elfjährigen Ära unter Trainer Werner Schuster das dritte und vierte Tournee-Gesamtpodest.

Kobayashis Familie ist skibegeistert

Kobayashi kommt aus einer Skisprungfamilie, er selbst startete im Alter von elf Jahren mit dem Langlauf. Sein Vater ist Skilehrer, seine Schwester springt, seine Brüder springen, der ältere Junshiro sogar ebenfalls erfolgreich im Weltcup. "Von ihm habe ich viel gelernt, das motiviert mich natürlich noch mehr", sagte Kobayashi.   

Lange war unklar, ob das finale Turnier überhaupt stattfinden kann: Knapp ein Meter Neuschnee hatte am Samstag nicht nur für Chaos auf den Straßen und Autobahnen gesorgt, sondern die Austragung des Trainings und der Qualifikation unmöglich gemacht. In der Folge fanden Training, Qualifikation und Wettkampf am selben Tag statt. 

Hinweis: In einer ersten Meldung hatten wir Markus Eisenbichler versehentlich als Martin Eisenbichler bezeichnet. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.