Die wegen Dopingverdachts gesperrten russischen Wintersportler dürfen in Zukunft doch wieder antreten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Berufung gegen die Aufhebung der Sperre gegen Alexander Legkow verloren und will daraufhin keine weiteren Berufungen einlegen. Man sei sehr enttäuscht über das Urteil, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.

Das IOC hatte die russischen Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen und ihre Medaillen aberkannt, weil sie bei den Heimspielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS kippte die Sperren von 28 Sportlern am 1. Februar 2018 aus Mangel an Beweisen; es bestätigte nur elf IOC-Entscheidungen gegen russische Sportler, die in Sotschi teilgenommen hatten. Gegen den Freispruch von Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow legte das IOC beim Schweizer Bundesgericht exemplarisch Berufung ein – und verlor.

Die Gründe für die Entscheidung, den IOC-Einspruch zurückzuweisen, wurden noch nicht bekannt gegeben. Da die Fälle ähnlich sind, will das IOC in den verbleibenden 27 Fällen zunächst keine Rechtsmittel einlegen. "Das IOC behält sich jedoch das Recht vor, diese Fälle erneut zu eröffnen, falls neue Beweise vorliegen", hieß es in der Mitteilung.