Katar hat erstmals den Asien-Cup gewonnen. Die Mannschaft des spanischen Trainers Félix Sánchez setzte sich im Finale in Abu Dhabi mit 3:1 (2:0) überraschend gegen Favorit Japan durch. Der umstrittene Gastgeber der Fußball-WM 2022 holte damit bei seiner ersten Teilnahme an einem Finale direkt den Titel. Japans Nationalteam um den Bremer Bundesliga-Profi Yuya Osako verpasste dagegen seinen fünften Titelgewinn bei der Asienmeisterschaft. 

Torjäger Almoez Abdulla (12. Minute) und Abdulaziz Hatem (27.) brachten Katar schon vor der Pause klar in Führung. Für Abdulla war es das neunte Turniertor. Damit brach der 22-Jährige den 23 Jahre alten Rekord des Ex-Bundesligaprofis Ali Daei, der damals neun Tore beim Asien-Cup erzielt hatte. Takumi Minamino gelang nach Vorlage von Osako der Anschlusstreffer (69.), das ersten Gegentor für Katar in dem Turnier. Akram Afif gelang in der Schlussphase mit einem Handelfmeter das 3:1 (83.).

Der asiatische Fußballverband AFC hatte erst wenige Stunden vor dem Spiel entschieden, dass Katar überhaupt antreten darf. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten wegen angeblich nicht spielberechtigter Profis der Katarer Beschwerde eingelegt.

Die politischen Beziehungen zwischen Katar und den Emiraten sind seit Längerem stark belastet. 2017 hatten die Emirate zusammen mit Saudi-Arabien, Ägypten und Bahrain eine Blockade gegen Katar verhängt und die diplomatischen Beziehungen mit der Regierung in Doha abgebrochen. Daher musste die katarische Nationalelf auf einem Umweg über Kuwait nach Abu Dhabi reisen, anstatt den direkten Weg zu nehmen.