Wer spielte wie gegen wen?

Überraschung in der Herzchenwertung: RB Leipzig sichert sich den Tagessieg vor der TSG Hoffenheim. Sachen gibt's.

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

"So ischs Fußball. So ischs gut. So ischs toll", sagte Christian Streich, und was sollen wir sagen: Der Freiburger Trainer hat einfach fast immer recht. 3:3 spielte sein SC gegen den VfL Wolfsburg. Ein wunderbarer Nachmittag in Baden mit einer Mannschaft, die den besseren, ja sogar richtig guten Fußball spielte (Wolfsburg), und einer anderen, die, angetrieben von den Oberstudienrätehools im Stadion, nie aufgab und dreimal ausglich (Freiburg). In der 93. Minute hatte Philipp Lienhart sogar das 4:3 für Freiburg geköpft, so dachten alle und warfen vor Freude ihre Funktionsjacken in die Höhe. In dem Video aber sah der Schiedsrichter Felix Brych eine Abseitsposition von Dominique Heintz, der den Wolfsburger Keeper Koen Casteels behindert haben soll. Regeltechnisch wohl eine richtige Entscheidung, auch wenn Heintz selbst festgehalten wurde und Casteels auch ohne Behinderung nicht mehr an den Ball gekommen wäre. "Es ist ein Witz, da einzugreifen", sagte Freiburgs Nils Petersen hinterher. Sein Trainer aber wollte sich nicht aufregen, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel überboten er und Bruno Labbadia sich mit Nettigkeiten. Der Höhepunkt: "Ich schaue gerne Wolfsburg", sagte Christian Streich. Wir auch.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Den Stuttgart-Fans bleibt aber auch gar nichts erspart. Wieder mal verloren (0:3 in Düsseldorf), immer noch 16., und nun ist auch noch Felix Magath als neuer Trainer im Gespräch. Für Markus Weinzierl, den Noch-Trainer, der erst im Oktober übernahm, wird die Lage  langsam schon wieder ernst, auch Markus Gisdols Name und der von Ralf Rangnick sind hier und da zu lesen. Eigentlich aber sollten sie in Stuttgart mal den Sportdirektor Michael Reschke fragen, wann er denn so gedenkt, seinen Job mal wieder zufriedenstellend zu erledigen. Muss Weinzierl gehen, wäre es Reschkes dritter Trainerwechsel innerhalb von 18 Monaten. Und das viele Geld, das Reschke im Sommer für neue Spieler ausgab, hätte er auch im Neckar versenken können. Immerhin einen Titel könnte der VfB sich sichern: Mit den Gegentoren Nummer 45, 46 und 47 stellt er gerade die Schießbude der Liga. 

Wer stand im Blickpunkt?

Der TV-Experte Didi Hamann. Er hatte es tatsächlich gewagt, Robert Lewandowski zu kritisieren ("Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz."). Kritik am FC Bayern aber ist verboten, das haben im Herbst ja schon Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge festgestellt und dafür sogar das Grundgesetz bemüht. Anstatt sich also darüber zu freuen, dass man nach dem relativ souveränen 3:1 gegen Schalke nur noch fünf Punkte Rückstand auf den BVB hat und dass eben jener Lewandowski sich mit seinem 13. Treffer auf Platz zwei der Torjägerliste schob, sagte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidžić: "Ich glaube nicht, dass Robert Lewandowski ein Problem für Bayern München ist, sondern dass Didi Hamann ein Problem für Sky ist." Das führte zwar inhaltlich nicht viel weiter, aber manchmal muss es halt raus. Dass die Bayern aber so gereizt auf das Gerede eines TV-Experten reagieren, zeigt, dass sie vor den Champions-League-Spielen gegen Liverpool doch ziemlich nervös sind.