Sein größter Erfolg war der Gewinn der olympischen Goldmedaille im Achter 2012, vier Jahre später holte Maximilian Reinelt in Rio de Janeiro Silber: Nun ist der Ruderer im Alter von 30 Jahren beim Langlauf in St. Moritz ums Leben gekommen. Das teilte das Team Deutschland-Achter mit. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Allerdings soll es kein Skiunfall gewesen sein, wie ursprünglich angenommen wurde. Die Kantonspolizei Graubünden in Chur, die am Samstagnachmittag um Hilfe gerufen worden war, geht derzeit von einem medizinischen Notfall aus, der Reinelt das Leben kostete. Man habe ihn zusammengebrochen aufgefunden.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, der Reinelt in London die Medaille umgehängt hatte, reagierte bestürzt auf die Nachricht über den plötzlichen Tod und teilte mit: "Maximilian Reinelt ist einer der ganz großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch."

Der Präsident des Deutschen Ruderverbandes (DRV), Siegfried Kaidel, sagte: "Auch nach seinem Karriereende hat er sich sehr für den Rudersport engagiert. Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig."

Für seine sportlichen Leistungen wurde Reinelt zusammen mit der Achter-Mannschaft am 1. November 2016 von Bundespräsident Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Im selben Jahr beendete Reinelt seine aktive Karriere im Rudersport und widmete sich seinem Beruf als Arzt. Reinelt hatte während seiner sportlichen Karriere die drei Staatsexamen der Medizin an der Ruhr-Universität in Bochum abgeschlossen.

In der kommenden Woche wollte er das U23-Team als Mannschaftsarzt ins Trainingslager nach Mequinenza, Spanien, begleiten.