Der Kombinierer Eric Frenzel hat überraschend seinen sechsten Weltmeistertitel gewonnen. Der 30-Jährige aus Oberwiesenthal gewann bei den Titelkämpfen in Seefeld nach einem Sprung von der Großschanze und dem Zehn-Kilometer-Lauf mit einem Vorsprung von 4,3 Sekunden vor Jan Schmid aus Norwegen und dem Österreicher Franz-Josef Rehrl.

Frenzel war seit Ende November nicht mehr im Einzel auf das Podest gelaufen und hatte selbst nicht mehr mit einer solchen Wendung gerechnet. "Ich merke einfach, dass die Qualität noch nicht ausreicht, um Medaillen zu gewinnen", hatte Frenzel vor der WM gesagt. Er täuschte sich.

Die deutschen Nordischen Kombinierer setzen ihre Dominanz der beiden vergangenen Großereignisse damit fort. Bei Olympia in Pyeongchang hatten Frenzel und Johannes Rydzek im Einzel Gold gewonnen, das Team dominierte im Mannschaftswettbewerb. Auch in Lahti 2017 gab es keine anderen Sieger: Rydzek gewann beide Einzel, eroberte mit Frenzel auch Gold im Teamsprint und einen weiteren WM-Titel in der Staffel.

Mit der neuen Goldmedaille krönt sich Frenzel vorläufig zum erfolgreichsten Kombinierer der WM-Geschichte. Der Sachse hat nun genauso viele Goldmedaillen wie Teamkollege Rydzek, aber mehr Silber- und Bronzemedaillen bei WM-Titelkämpfen. Für seinen Triumph legte er mit einem Sprung auf 130,5 Meter am Bergisel in Innsbruck die Basis, völlig überraschend schlug er dabei auch die starken Springer um den Norweger Jarl Magnus Riiber.