• Die New England Patriots haben den 53. Super Bowl gewonnen.
  • Es ging 13:3 aus, die wenigsten Punkte in der Geschichte des Super Bowl.
  • Der Superstar Tom Brady braucht nun sechs Finger.
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Vorbemerkungen

Stellen Sie sich vor, ihr bester Spieler und ihr Trainer sind zusammenaddiert nicht so alt wie der Trainer des Gegners. Oder der beste Spieler des Gegners ist acht Jahre älter als ihr Trainer: Dann sind Sie schon mitten im 53. Super Bowl, der vor allem ein Duell des Alters sein wird.

Die New England Patriots, der FC Bayern der Liga, treffen in Atlanta auf die Los Angeles Rams, vielleicht sowas wie die TSG Hoffenheim. Denn die Rams haben den jüngsten Coach, der jemals in einem NFL-Endspiel stand: Sean McVay, 33 Jahre jung und einen der jüngsten Quarterbacks, Jared Goff, 24 Jahre alt.

McVay schläft nur vier Stunden und kann sich an jeden seiner angesagten Spielzüge erinnern. Sagt er. Solche Streber mag man eigentlich nicht, und dann hat er auch noch einen Get Back Coach, also einen eigenen Mann, der ihn von der Linie zurückzieht, falls er dem Schiedsrichter in die Quere kommt. McVay ist ein Besessner und der Grund, warum die Rams zum ersten Mal seit 2002 wieder im Super Bowl stehen und dort gar nicht chancenlos sein werden.

Die Patriots kennt man vor allem wegen des Duos Tom Brady, Quarterback, 41 Jahre alt und mit Gisele Bündchen verheiratet. Und Trainer Bill Belichick, der 66  ist und schon jetzt von nicht wenigen als der beste Coach aller Zeiten genannt wird. Diejenigen, die Belichicks Rente zahlen sollten, könnten ihm heute also seinen achten Super Bowl Titel wegschnappen.

Die beiden besten Offensiven der Liga treffen aufeinander, ein torloses Unentschieden wird es eher nicht. Achten Sie bei den Rams auf den Quarterback Jared Goff (die Nummer 16) und seinen Running Back Todd Gurley (Nummer 30). Außerdem entscheidend, um den Gegner zu stoppen: Aaron Donald (Nummer 99) in der Verteidigung, der beinahe zum besten Spieler der gesamten NFL-Saison gewählt wurde.

Das letzte Mal, als die Rams im Finale standen, 2002, wurden sie von den Patriots geschlagen. Es war der erste gemeinsame Titel für Brady und Belichick. So schließt sich das Ei, wie wir Footballer sagen.

In der Halbzeit wird Maroon 5 auftreten. Ist wieder 2002, werden Sie jetzt denken? Aber es erklärt sich so: Viele Künstler, wie Jay-Z, hatten abgesagt, weil sie die Liga, die Colin Kaepernick, den Initiator des "Take a knee"-Protests, nicht unterstützen wollen. Übrig blieb dann Maroon 5. Die Hymne vor dem Spiel, auch eines der Highlights des Endspiels, wird Gladys Knight singen. Die in Atlanta geborene Soulsängerin, vielleicht kennen Sie sie als "Empress of Soul", erregte ein bisschen Aufsehen, als sie über die "Take a knee"-Debatte sagte: "Es ist schade, dass unsere Hymne in diese Debatte hineingezogen wurde", und: "ich werde heute hier sein, um der Hymne ihre Stimme zu geben". Sie merken schon: Eine Nummer kleiner gibt es bei diesem Event einfach nicht.

Knight gehörte lange Zeit ein Restaurant in der Super-Bowl Stadt-Atlanta, dort gab es frittierte Hähnchen mit süßen Waffeln. Wer es mag. Und vielleicht essen Sie ja auch einen der 1,38 Milliarden Hühnerflügel, die alleine in den USA heute verspeist werden. Vom Trinken reden wir besser nicht.

Genug jetzt. Wir legen in etwa um 23:45 Uhr los, je nachdem, ob die Tastatur dann wieder von Essensfettflecken befreit ist. Es bloggen: Chistian Spiller, verantwortlicher Sportredakteur und eigentlich zu müde für die ganze Show, aber er hat gehört, die Halbzeitshow sei immer das Beste. Hannes Hilbrechts Footballparty dauert schon einige Stunden an, er schreibt für ZEIT ONLINE regelmäßig über Football. Betrachten Sie ihn einfach als den Experten dieser Runde. Fabian Scheler sitzt, weil das in Deutschland viele so machen, in der Provinz in Niedersachsen und wartet auf den Patriots-Autokorso morgens um 6, der nie kommen wird. Bis gleich!