Denise Herrmann hat bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund Bronze im Massenstart gewonnen. Den Sieg holte sich die Italienerin Dorothea Wierer, Silber ging an die Russin Jekaterina Jurlowa-Percht. Titelverteidigerin Laura Dahlmeier wurde Sechste.

"Ich freue mich extrem, dass mir so eine gute WM gelungen ist. Da bin ich richtig stolz drauf", sagte die 30-jährige Herrmann im ZDF. "Nach gestern ist das eine extreme Genugtuung." Mit Gold in der Verfolgung, Silber mit der Mixed-Staffel und nun Bronze im großen Massenstart-Finale war die Oberwiesenthalerin in Schweden die erfolgreichste deutsche Skijägerin. Nur mit Platz vier in der Staffel am Tag zuvor hatte sie mit ihren Teamkolleginnen eine Enttäuschung hinnehmen müssen.

Bei schwierigen Windbedingungen musste sich Herrmann nach vier Fehlern nur Dorothea Wierer und Jekaterina Jurlowa-Percht geschlagen geben. "Ich habe mich von Schießen zu Schießen gehangelt. Es war schon schwierig, zu schießen", sagte sie. Nach 12,5 Kilometern hatte Herrmann 15,4 Sekunden Rückstand auf die mit zwei Fehlern belastete Wierer. Auf die Zweite Jurlowa-Percht fehlten ihr 10,5 Sekunden.

Die deutschen Damen beenden die WM in Schweden mit insgesamt vier Medaillen: Neben Gold und Bronze für Herrmann sicherte sich die 25-jährige Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier nach einem harten Winter mit vielen gesundheitlichen Problemen zweimal Bronze.