Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über den DFB-Pokal. Das Viertelfinale steht am Dienstag und Mittwoch an, nur Bundesligistinnen haben es dahin geschafft. Frankfurt spielt gegen Bayern, Leverkusen gegen Hoffenheim, Gladbach gegen Freiburg und Wolfsburg gegen Potsdam. Machen Sie sich über den Ausgang des Turniers aber keine großen Illusionen: Die vergangenen fünf Pokale gewann der VfL Wolfsburg, die letzte Niederlage im Pokal liegt fast sechs Jahre zurück. Das Finale der Frauen findet übrigens am 1. Mai 2019 in Köln statt, bis 2009 war das Frauenfinale noch das Vorprogramm der Männer in Berlin. Alle Spiele laufen live bei DFB-TV, sehen Sie dort außerdem: Das Sommermärchen, Wie werde ich die Bayern los – In sieben Tagen? und Zwischen Zaren und Sibirien: Was Sie bei einem Kurztrip in Russland unbedingt sehen sollten.

Was machen die Männer?

Ach ja, die. Spielen auch wieder. Der BVB kann sich nach dem 0:1 gegen Tottenham nun auf einen Wettbewerb konzentrieren. Das eint ihn mit seinem früheren Trainer Thomas Tuchel, der mit seiner Pariser Truppe jetzt auch weiß, warum der Videobeweis nicht nur Fans hat. Er schied in letzter Sekunde wegen eines Elfmeters gegen Manchester United aus. Der BVB bekommt es mit den Schwaben zu tun, die nach dem 5:1 gegen Hannover mit Rückenwind fahren. Dortmund muss gegen Stuttgart punkten, um bis zum Spitzenspiel Anfang April noch vor den Bayern zu bleiben. Die empfangen Wolfsburg. Die bisherigen Highperfomer des Jahres, Frankfurt und Düsseldorf, ermitteln im direkten Duell den Überperfomer des Frühjahrs. Und etwas Nostalgie könnte bei Schalke gegen Bremen aufkommen, wenn beide von ihrer Vergangenheit träumen, dann aber wieder die Tabelle des Frühjahrs 2019 anstarren. 

Was wird sonst noch wichtig?

  • Das 11mm-Filmfestival. Das widmet sich dieses Jahr dem Frauenfußball in einem Schwerpunkt. "Wir ergründen die Lebenswelten von Spielerinnen, Trainerinnen, Fans oder Vereinsmanagerinnen", schreiben die Macher in ihrem Programm. Ein Film zeigt den Kampf der iranischen Futsal-Kapitänin um die Teilnahme am Finale der Asienmeisterschaft. Ihr Mann verhinderte die Ausreise. Der Film wurde in 100 iranischen Kinos boykottiert. Und Fotboll i nöd och lust widmet sich dem Kampf um Investoren im Frauenfußball, erzählt am schwedischen Rekordmeister FC Rosengård. Für jeden Fußball-Aficionado ist eigentlich etwas dabei, das Festival findet vom 21. bis zum 25. März in Berlin statt.
  • Wer Fußball aus der Sicht einer Frau verstehen will, und diese Zielgruppe dürfte ja recht groß sein, kann sich den neuen Podcast Frauen reden über Fußball abonnieren. Er startete am Mittwoch.
  • Der Zuschauerschnitt bei Frauen-Bundesligaspielen: 801 Zuschauer. Nach Wolfsburg kommen durchschnittlich 1.700 Fans, in Gladbach sind es 227 Zuschauer bei den Heimspielen. Das Torspiel der Bayern gegen Wolfsburg sahen in München 2.200 Zuschauerinnen.

Was war das Zitat der Woche?

"An der Pfeife, am Mikro, in der Kurve: Frauen sind Teil des Fußballs."

(Schon etwas älteres Spruchband der Bayernfans, geht aber deshalb nicht weniger runter wie Öl.)