Der Chemnitzer-FC-Spieler Daniel Frahn hat sich bei seinen Fans dafür entschuldigt, beim Jubel ein T-Shirt mit der Aufschrift "Support Your Local Hools" ("Unterstütze deine lokalen Hooligans") hochgehalten zu haben. Es habe nicht dazu gedient, ein politisches Statement zu setzen, schrieb der Stürmer des Fußball-Regionalligisten auf seiner Facebook-Seite.

Frahn war für seine Geste vom Verein mit einer Geldstrafe belegt worden. In der Kritik steht aber der gesamte Verein, der vor dem Meisterschaftsspiel am vergangenen Samstag gegen die VSG Altglienicke eine Trauerkundgebung für den gestorbenen Thomas H. zugelassen hatte. H. hatte in den Neunzigerjahren die rechtsextreme Organisation Hoonara (Hooligans–Nazis–Rassisten) gegründet.

"Mir war auch nicht bewusst, dass dieses Shirt so tief in der Neo-Nazi Szene verankert ist", schreibt Frahn in seinem Statement. Dafür wolle er sich aufrichtig und ehrlich entschuldigen. "Als aller erstes möchte ich klarstellen, dass ich KEIN Sympathisant eines Neo-Nazis bin! Auch teile ich diese politische Einstellung NICHT und trage auch keine rechten Gedanken in mir", teilte er mit.

Weiter begründete Frahn, warum er sich zunächst nicht zu seiner Aktion geäußert hatte: "Ich brauchte einfach die Zeit, um mich zu sammeln." Er stehe für Respekt, Offenheit, Meinungsfreiheit und Toleranz. "Viele meiner Freunde kommen aus den verschiedensten Ländern dieser Welt und vor allem meine Familie mit Migrationshintergründen – Tante, Cousins und deren Familie – liebe ich über alles!"

Der Fußballspieler hatte sich zuvor bereits in einer Stellungnahme beim Verein und dem Team entschuldigt. Auch dort hatte er erklärt, ihm sei die politische Bedeutung des T-Shirts nicht bewusst gewesen. Ihm zufolge sei es verkauft worden, um Spendengelder für den erkrankten H. zu sammeln.