Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Kader für die kommenden Länderspiele bekannt gegeben. Mit den drei Neulingen Niklas Stark, Lukas Klostermann und Maximilian Eggestein geht Löw in die ersten Länderspiele des Jahres. Zehn Tage nach der überraschenden Ausmusterung der Münchner Ex-Weltmeister Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller nominierte der Bundestrainer Hertha-Verteidiger Stark, den Leipziger Abwehrspieler Klostermann und den Bremer Mittelfeldspieler Eggestein in sein 23-köpfiges Aufgebot.

Der Leipziger Defensivspezialist Marcel Halstenberg, der sein Länderspieldebüt schon im November 2017 gegen England (0:0) gab, kehrt nach langer, auch durch Verletzung bedingter Pause ins Aufgebot zurück. Der angeschlagene Julian Draxler von Paris Saint-Germain fehlt. Auf den Kölner Zweitligaspieler Jonas Hector, der sich zuletzt mit einem grippalen Infekt plagte, und den Schalker Sebastian Rudy verzichtet Löw. Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach soll trotz einer Muskelblessur am Montag anreisen, wenn Löw seinen Kader in Wolfsburg zwei Tage vor dem Serbien-Spiel versammelt.

Nach der Ausmusterung der Bayern-Spieler hatte der DFB gegen Löws sonstige Gewohnheiten eine Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe einberufen. Dort unterstrich er, dass er bei seiner Entscheidung bleibe. Er habe den drei Münchner Ex-Weltmeistern ehrlich und klar gesagt: "Ich plane ohne euch die Qualifikation und die EM." Alles andere wäre ein "Eiertanz gewesen", sagte Löw. Es sei seine Aufgabe als Bundestrainer, den Spielern "klar aufzuzeigen, wie ich denke". Er wolle nun den jungen neuen Spielern die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln.

Zum Länderspielauftakt 2019 trifft die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch in einem Testspiel in Wolfsburg auf Serbien. Vier Tage später folgt in Amsterdam gegen die Niederlande der Auftakt in der EM-Qualifikation. Weitere Gruppengegner sind Nordirland, Belarus und Estland.