Wer spielte wie gegen wen?

Der erwartete Tagessieg für den SC Freiburg gegen die Bayern und ein äußert seltenes Remis in der Herzchenwertung bei Hoffenheim gegen Leverkusen, nicht schlecht.


Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Nürnberg gegen Augsburg. Zunächst sind deutsch-deutsche Übersetzer gefragt:

Veilchen träumen schon
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

Wie sich Eduard Mörikes Klassiker auf Fränkisch anhören würde, ist nicht überliefert. Aber Grund gäbe es für eine Erstübersetzung: Der Glubb ist aus dem Winterschlaf erwacht. Der hielt seit 182 Tagen an, seit Ende September, da gewann Nürnberg zuletzt. Bei herrlichem Wetter und angenehmer Sonne sah die ganze Stadt nun, wie sich ihr Team gegen Augsburg zum 3:0 schoss.

Zwar war die erste Halbzeit wie fast die ganze Saison der beiden Teams: arm an Höhepunkten, reich an Krampf. Doch Mikael Ishak erlöste Nürnberg nach einem Freistoß. Und dann stürmte Matheus Pereira los, nach einem wunderschönen Pass von Tim Leibold über das halbe Feld, und traf zum 2:0. Danach hob er entschuldigend die Hände und griff sich auf die Brust, um sich für seine dumme rote Karte gegen Düsseldorf, die er dort vor vier Wochen nach nur zwei Minuten sah, zu entschuldigen. Ein ganzes Stadion verzieh. Der Franke im Frühling, er kann vergeben und verzeihen. Süße, wohlbekannte Düfte, striffen ahnungsvoll das Land. Eduard Löwen machte noch das 3:0 und die Legende lebt, wie es in der Club-Hymne so schön heißt. Kommende Woche geht es in einem ersten Endspiel gegen Stuttgart, dann zu Hause gegen die befreundeten Schalker. Noch ist Nürnberg nicht abgestiegen.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Düsseldorf gegen Gladbach. Das Spiel war nach 16 Minuten entschieden, doch eher nicht so, wie es die meisten gedacht hatten. Gladbach leistete sich üble Fehler und stand schlecht, die Fortuna traf dreimal. 10.000 Gladbacher waren mit an den Rhein gekommen, doch mehr als die Düsseldorfer Sonne genossen sie nicht. Von Rang zwei Anfang Februar rutschte Gladbach auf Platz fünf aus den Champions-League-Plätzen hinaus. Solche Niederlagen führen zu schönen Statements wie dem von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der "den Kappes aufhatte". Er hatte schlechte Laune, wollte er sagen:

Wer stand im Blickpunkt?

Yussuf Poulsen und Ishak Belfodil. Als der Däne Poulsen anfing, Fußball zu spielen, setzte man ihn in der Abwehr ein. Eine Jugendsünde, wie sich an diesem Wochenende wieder zeigte. Seit mittlerweile zehn Jahren spielt der Leipziger schon im Sturm und gegen die Hertha steigerte er im Laufe des Spiels die Sehenswürdigkeit seiner Treffer. Den ersten bekam er so aufgelegt, dass er den Fuß nur hinhalten musste, beim zweiten zog er mit der Innenseite aus vollem Lauf flach ins Eck. Und seinen dritten hob er, ebenfalls im Sprinten, aus 14 Metern ins Hertha-Tor. Leipzig sicherte sich ein 5:0, Poulsen seinen ersten Dreierpack. Den auch Ishak Belfodil im vielleicht besten Spiel des Wochenendes gerne gehabt hätte. Am Freitag hatte der Hoffenheimer schon zwei Tore gegen Leverkusen erzielt, als ein dritter Schuss von ihm dem Tor entgegentrudelte. Doch sein Kollege Andrej Kramarić hielt den Schlappen rein, ätsch. "Ich hatte Probleme mit meinen Fußnägeln und deshalb einen etwas größeren Schuh", sagte der Tordieb danach und will dem Kollegen ein Essen zahlen. Der könnte sich mit einer Pediküre revanchieren.