5. Elfmeter auf der Torlinie

Bei der Ausführung eines Elfmeters müssen sich die Torhüter nur noch mit einem Fuß auf der Torlinie befinden statt wie bisher mit beiden Füßen.

Heynemann: "Das erschließt sich mir nicht so richtig. Auf der Linie bewegen sich die Torhüter ja eh schon hin und her. Was will er denn nun mit dem anderen Fuß machen, der nicht auf der Linie bleiben muss? Einen kleinen Schritt nach vorne? Viele Fragezeichen für mich."

6. Kurze Abstöße

Beim Abstoß muss der Ball nicht mehr wie bisher den eigenen Strafraum verlassen, bevor ein Mitspieler ihn annehmen darf. Auch damit soll Zeitspiel unterbunden werden, weil bisher bei einem Verstoß immer nur der Abstoß wiederholt wurde. Gleiches gilt für Freistöße im Strafraum. Gegenspieler dürfen übrigens währenddessen nicht in den Strafraum. Das könnte auch bedeuten, dass die Gegner die Abwehrspieler, die das Spiel aufbauen, nicht mehr direkt zustellen können.

Heynemann: "Das ist schon okay, allerdings habe ich es in der Praxis nicht so oft erlebt, dass Mannschaften das als Mittel zum Zeitspiel nutzen. Da gäbe es andere Punkte, wo man ansetzen könnte. Zum Beispiel die Ausführung einer Ecke beschleunigen. Da trotten die Spieler erst hin und legen sich den Ball zurecht und heben die Arme und, und, und."

7. Keine Tore mehr für Schiedsrichter

Einer der schönsten Sätze im Fußball war bislang: "Der Schiedsrichter ist Luft." Das bedeutete, dass das Spiel einfach weiterlief, wenn ein Schiedsrichter vom Ball getroffen wurde. Manch ein Schiedsrichter hat so aus Versehen sogar ein Tor erzielt. Das wird bald vorbei sein: Wenn der Unparteiische oder einer seiner Assistenten angeschossen wird und dadurch der Ballbesitz wechselt, ein aussichtsreicher Angriff eingeleitet wird oder der Ball gar ins Tor geht, gibt es Schiedsrichterball.

Heynemann: "Tja, da muss man mal überlegen, wie das in der Praxis aussieht. Natürlich ist es sinnvoll, wenn Schiris nicht mehr die Spielrichtung ändern. Aber was ist denn in anderen Fällen? Manchmal ist der Schiri also noch Luft und manchmal nicht? Wenn Schiedsrichter und Spieler zum Beispiel zusammenrasseln, ist er dann Luft oder keine Luft?"

8. Rot für den Masseur

Auch Vereinsoffizielle können nun eine Gelbe oder Rote Karte bekommen. Damit werden Trainer, Co-Trainer oder Pressesprecher nun ganz konkret bedacht, wenn der Schiri sie verwarnt oder gar des Innenraums verweist. Falls der Schiedsrichter nicht herausfindet, wer genau der Übeltäter war, wird übrigens automatisch der Cheftrainer bestraft.

Heynemann: "Eine Gelbe Karte für den Masseur ist ja nur ein Signal nach außen. Das finde ich okay, weil es ein eindeutiges Zeichen für alle ist."