1. FC Nürnberg – FC Bayern München 1:1 (0:0)

Fußball-Rekordmeister FC Bayern München kann den Meistertitel vorerst doch nicht wie erhofft vorzeitig holen: Der Spitzenreiter kam beim Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Bei einem Sieg hätten die Münchner drei Spieltage vor Saisonschluss bereits vier Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund gehabt — nun sind es zwei. Die Nürnberger, die als Tabellen-Vorletzter nach dem Unentschieden weiter gegen den Abstieg kämpfen, waren durch Matheus Pereira in der 48. Minute in Führung gegangen. Serge Gnabry schoss das Ausgleichstor für die Bayern (75.) . In der ersten Minute der Nachspielzeit verschoss der Nürnberger Tim Leibold einen Foulelfmeter.

1899 Hoffenheim – VfL Wolfsburg 1:4 (1:1)

1899 Hoffenheim hat im Kampf um die erneute Teilnahme an der Champions League einen Rückschlag erlitten. Gegen den VfL Wolfsburg unterlag die Mannschaft im heimischen Stadion mit 1:4 (1:1) und verpasste den Wechsel auf Tabellenplatz fünf. Ádám Szalai (9.) brachte Hoffenheim früh in Führung, Andrej Kramarić vergab kurz darauf (15.) einen Foulelfmeter. William (42.) traf noch vor der Pause zum Ausgleich. Wout Weghorst (69./88.) und Maximilian Arnold (85.) entschieden nach dem Seitenwechsel die Partie für Wolfsburg. Der VfL hat als Achter damit wieder gute Chancen auf den Einzug in die Europa League.

VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Im ersten Spiel unter Interimstrainer Nico Willig haben sich die abstiegsbedrohten Stuttgarter mit 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach durchgesetzt. Eine wirklich temporeiche Partei begann erst nach 22 Minuten, als Stuttgart immer offensiver auftrat. Stuttgart spielte frech und störte die Gladbacher früh, war dadurch aber auch in der Defensive immer wieder anfällig für Konter. Gladbach dagegen lieferte, je länger das Spiel dauerte, einen immer weniger guten Auftritt ab. Im Offensivspiel ließ die Mannschaft jegliches Konzept vermissen und wurde immer nur dann gefährlich, wenn der VfB Räume bot. Die aber gab es immer weniger: In der 53. Minute entschied Anastasios Donis ein Sprintduell mit Nico Elvedi für sich, schoss aber an den Pfosten. Drei Minuten später nutzte Donis dann einen erneuten Patzer von Elvedi und traf zum 1:0. Dank einer klaren Leistungssteigerung festigte der VfB den Relegationsplatz, hat aber kaum noch Hoffnungen auf den direkten Verbleib in der Fußballbundesliga. Die Gladbacher dagegen bleiben nach einer enttäuschenden Leistung vorerst Fünfter. 

Borussia Dortmund – FC Schalke 04 2:4 (1:2)

Borussia Dortmund hat im Revierderby gegen den FC Schalke 04 eine Klatsche kassiert und dem FC Bayern München damit die Tür zur erneuten Meisterschaft weit geöffnet. Der BVB musste sich dem Erzrivalen aus Gelsenkirchen mit 2:4 (1:2) geschlagen geben. Mit einem Sieg in Nürnberg kann Titelverteidiger Bayern am Sonntag den Vorsprung auf die Borussia vor den restlichen drei Saisonspielen auf vier Punkte ausbauen. Dortmund beendete die hitzige Partie mit acht Feldspielern: Marco Reus und Marius Wolf sahen nach der Pause innerhalb von fünf Minuten Rot. 

Eintracht Frankfurt – Hertha BSC 0:0

Pokalsieger Eintracht Frankfurt hat einen großen Schritt in Richtung erstmalige Champions-League-Teilnahme verpasst. Bei der Generalprobe für das Halbfinalduell in der Europa League mit dem FC Chelsea kamen die Hessen nicht über ein 0:0 gegen Hertha BSC hinaus. Das torlose Unentschieden am 31. Spieltag war für den Tabellenvierten von Trainer Adi Hütter bereits die dritte sieglose Ligapartie in Serie.

Fortuna Düsseldorf – Werder Bremen 4:1 (2:1)

Fortuna Düsseldorf hat die Chancen von Werder Bremen auf die Europa League geschmälert. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt verlor beim Aufsteiger, der den Klassenverbleib längst gesichert hatte, mit 1:4 (1:2). Benito Raman in der 1. Minute, Kenan Karaman (22.), Rouwen Hennings (56.) und Markus Suttner (73.) trafen für Düsseldorf. Max Kruse (28.) verkürzte am Samstag für Bremen per Foulelfmeter auf 1:2. Damit bleibt es für Werder bei 46 Punkten. Und die kommenden Aufgaben in der Fußballbundesliga sind schwer: Kohfeldts Team muss noch gegen Borussia Dortmund, bei 1899 Hoffenheim und zum Kehraus am 18. Mai gegen RB Leipzig antreten.

RB Leipzig – SC Freiburg 2:1 (1:0)

Die Leipziger taten sich lange schwer gegen Freiburg. Timo Werner (19.) und Emil Forsberg (78./Handelfmeter) sorgten für den Sieg, mit dem sich die Sachsen endgültig die Teilnahme an der Königsklasse in der kommenden Saison sicherten. Vincenzo Grifo mit einem direkten Freistoß, als Leipzigs Keeper Péter Gulácsi noch seine Mauer stellte, hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen (67.).

Hannover 96 – Mainz 05 1:0 (0:0)

Hannover 96 hat im Abstiegskampf ein Zeichen gesetzt und kann wieder auf den Relegationsplatz hoffen. Die Niedersachsen bezwangen den FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0) und haben mit 18 Punkten zumindest bis Sonntag zum Tabellenvorletzten 1. FC Nürnberg aufgeschlossen und ihre Chancen auf das Erreichen des Relegationsplatzes 16 erhalten. Hendrik Weydandt schoss für die zuvor in neun Spielen sieglose Mannschaft von Trainer Thomas Doll mit seinem Tor in der 66. Minute zum vierten Saisonerfolg. Die bereits geretteten Mainzer (36) bleiben Zwölfter. 

FC Augsburg – Bayer Leverkusen 1:4 (1:1)

Bayer Leverkusen hat seinen Anspruch auf einen Champions-League-Platz unterstrichen und die Rettungsparty des FC Augsburg verschoben. Die Offensivfußballer von Trainer Peter Bosz feierten beim 4:1 (1:1) im Bundesliga-Freitagsspiel hochverdient ihren dritten Sieg nacheinander und verkürzten den Rückstand auf den Tabellenvierten Eintracht Frankfurt auf zwei Zähler. Die Augsburger unterlagen erstmals unter ihrem neuen Coach Martin Schmidt, dürften bei vorerst noch zehn Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 aber nicht mehr lange auf die ersehnte Klassenverbleibsfeier warten müssen.

Kevin Danso (12. Minute) ließ die Fuggerstädter vor 26.404 Zuschauern mit seinem Führungstor nur kurz auf den ersten Bundesligasieg im 16. Anlauf gegen Bayer hoffen. Kevin Volland (15.) und Kai Havertz (49.) mit ihren jeweils 14. Saisontoren brachten die Leverkusener jedoch auf Kurs. Jonathan Tah (60.) und Julian Brandt (88.) machten schließlich alles perfekt. Bayer konnte am Ende sogar zwei vom Videoschiedsrichter wegen Abseitsposition nicht anerkannte Treffer (20./57.) verschmerzen.