Der 1. FC Köln hat im Spiel gegen SpVgg Greuther Fürth 4:0 (3:0) überlegen gesiegt und steigt damit zum sechsten Mal in die 1. Bundesliga auf. 373 Tage nach dem Abstieg aus der ersten Liga feierten die Rheinländer ihren Einstand unter Interimstrainer André Pawlak und sind von der Zweitliga-Tabellenspitze nun auch nicht mehr zu verdrängen. Vor 12.520 Zuschauerinnen und Zuschauern räumten Torjäger Jhon Cordoba mit einem Dreierpack (8., 41., 65. Minute) und unfreiwillig der Fürther Daniel Steininger (20./Eigentor) früh alle Restzweifel aus. Nach vier Spielen ohne Sieg haben die mutlosen Fürther hingegen trotz sechs Punkten Vorsprungs auf Relegationsrang 16 den Klassenerhalt noch immer nicht gepackt.

Was aus Kölner Sicht phasenweise spielerisch leicht aussah, entsprach nicht ganz dem Verlauf dieser Saison. Zwar belegte die am stärksten besetzte Mannschaft dieser Liga nur nach dem dritten und sechsten Spieltag keinen der ersten drei Plätze. Doch diese Saison war auch geprägt von Turbulenzen. Anfang März trat Präsident Werner Spinner nach einem Machtkampf mit Sportchef Armin Veh zurück, Ende April wurde Trainer Markus Anfang trotz der Tabellenführung entlassen.

Veh erklärte nach dem folgenschweren 1:2 gegen Darmstadt: "Die dritte Krise war eine zu viel." Nachfolger Pawlak hatte bisher die U21 des Vereins erfolgreich betreut. Der Interimscoach setzte bei seiner Premiere auf eine Viererkette in der Defensive.