Wer spielt wann gegen wen?

Aufregend war diese Fußballwoche. Gut, dass es die Bundesliga gibt. Nach diesen Tagen Augsburg gegen Hertha zu schauen, das ist wie kalt duschen. Herzen Sie trotzdem.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

RB Leipzig gegen den FC Bayern. Natürlich hat auch Niko Kovač unter der Woche Fußball geschaut. Zwar nur auf dem Sofa wie Sie und ich, aber da kann man nix machen. "Man hat es ja gesehen: Der Fußball ist verrückt, bringt so viele schöne und traurige Emotionen. Deswegen werde ich den Tag nicht vor dem Abend loben." Der Abend, das wäre die siebte Meisterschaft hintereinander. Aber der Gegner ist in bester Form und Laune, es spielen die zwei besten Rückrundenteams gegeneinander und ob der Schnelligkeit von Timo Werner und den anderen muss man sich schon im Vorhinein um Mats Hummels und den anderen in der bayerischen Abwehr sorgen. RB ist ja so was wie Liverpool light – bloß in uncool, aber das ist ein anderes Thema. Die Leipziger jedenfalls wollen sicher zeigen, dass sie in der kommenden Saison mitreden wollen, wenn es um die Meisterschaft geht. Und das Pokalfinale in gleicher Konstellation steht auch noch an. Sollten die Bayern aber gewinnen, ist der Titel fix. Dann also Weißbierduschen aus Red-Bull-Dosen. Wir freuen uns drauf.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Leider kann auch intensive Googelei nicht erklären, woher der Begriff "Goldene Ananas" kommt. Um die geht es nämlich in Spielen dem Vernehmen nach, in denen es um nichts mehr geht. Warum das Ganze nicht braune Banane oder pinkfarbene Kiwi heißt, ist, wie gesagt, nicht so einfach herauszufinden (falls Sie es wissen, klären Sie uns in den Kommentaren auf, liebe Leserinnen und Leser), aber beim Spiel Augsburg gegen Hertha geht es genau darum. Augsburg kann nicht mehr absteigen, die Hertha nicht mehr nach Europa. Könnte aber auch ein hübsches 6:6 werden, weil alle endlich mal ohne Druck aufspielen können. Sieht bestimmt gut aus, so eine Goldene Ananas.

Wer steht im Blickpunkt?

Die Balljungen. Ein englischer Kollege von ihnen nämlich wurde zum heimlichen Helden von Liverpool. Oakley Cannonier, 14 Jahre alt, war vor dem entscheidenden 4:0 doppelt schlau. Er rollte Trent Alexander-Arnold nicht nur einen neuen Ball blitzschnell zur Eckfahne, sondern, und das ist viel bemerkenswerter, scheint auch Divock Origi gebeten zu haben, ihm den alten Ball zuzuspielen, der die Ecke verursacht hatte und der über die Bande wieder aufs Feld rollte. Der Balljunge erkannte, dass Alexander-Arnold die Ecke nur schnell würde ausführen können, wenn der andere Ball nicht mehr im Feld ist. Ein Balljunge als Spielmacher.

Überhaupt sind die Balljungen und -mädchen ein unterschätzter Teil des Spiels. Im Netz gibt es Dutzende Videos, wie die stillen Helfer plötzlich ins Spiel eingreifen. Manche sind schnell, manche sind schlau, manche werden geschubst, mit manchen wird gejubelt, andere klären auf der Torlinie für ihren geschlagenen Torwart. Wahrscheinlich werden bald die ersten Transfersummen für Ballkinder aufgerufen.