Eintracht Frankfurt – FC Chelsea 1:1 (1:1)

Eintracht Frankfurt kann weiter auf den Einzug in das Finale in der Europa League hoffen. Das Team von Trainer Adi Hütter verspielte im Halbfinalhinspiel gegen den Favoriten FC Chelsea zwar seine Führung, hat nach dem 1:1 (1:1) im Duell mit dem früheren Champions-League-Sieger aber noch alle Chancen auf das Endspiel in Baku. Im ersten Europapokalhalbfinale der Eintracht seit 39 Jahren brachte Luka Jović (23. Minute) die Hessen in Führung, bevor dem Spanier Pedro vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena kurz vor der Halbzeit (45.) der Ausgleich gelang. Im zweiten Durchgang machte Chelsea weiter Druck, doch die Eintracht verteidigte mit Glück und Geschick das Remis.

Beim Rückspiel an der Stamford Bridge am kommenden Donnerstag muss Eintracht Frankfurt damit zwingend treffen, um ins Finale einziehen zu können.

Obwohl mit Ante Rebić (Gelbsperre) und Sébastien Haller (Bauchmuskelverletzung) zwei Topstürmer fehlten, trat Eintracht Frankfurt mutig auf. Vor allem Danny da Costa machte auf der rechten Außenbahn viel Tempo und leitete immer wieder Angriffe ein. Nach etwas mehr als 20 Minuten flankte Filip Kostić von links ins Zentrum, wo Jović den Ball per Kopf perfekt zum 1:0 ins Netz platzierte.

Die Gäste aus London, die zunächst auf ihren belgischen Superstar Eden Hazard verzichteten, brauchten lange, um richtig ins Spiel zu finden. Kurz vor der Pause setzte sich Chelsea dann aber am Frankfurter Strafraum fest. Nachdem Pedro (27.) und Ruben Loftus-Cheek (42.) mit ihren Versuchen aus der Distanz das Tor von Kevin Trapp noch knapp verfehlt hatten, konnte Pedros mit einem Schuss ins Eck ausgleichen.

In der zweiten Hälfte zogen sich die Gastgeber zurück. Chelsea erarbeitete sich Vorteile und hatte in der 54. Minute die große Gelegenheit zur Führung. Loftus-Cheek schoss nach einem Doppelpass mit Pedro jedoch über das Tor. Noch knapper wurde es fünf Minuten später, als David Luiz einen Freistoß an die Latte schoss.

Chelsea wurde immer stärker und schnürte die Eintracht in deren Hälfte ein. Die Frankfurter sorgten kaum noch für Entlastung. Bis fünf Minuten vor dem Ende: Da vergab Abraham per Kopf nach einer Ecke die Chance, zum Matchwinner zu werden. 

FC Arsenal – FC Valencia 3:1 (2:1)

Der FC Arsenal hat sich die Chance auf die Finalteilnahme in der Europa League erhalten. Die Londoner setzten sich im ersten Halbfinale mit 3:1 (2:1) gegen den FC Valencia durch. Die Mannschaft um die früheren Fußballweltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi tat sich im Emirates-Stadion lange Zeit schwer, setzte aber die entscheidenden Akzente. Beide Teams agierten überwiegend vorsichtig.

Der Franzose Mouctar Diakhaby brachte die Gäste mit einem Kopfball aus kurzer Distanz in Führung (11. Minute). Mit einem Doppelpack drehte sein Landsmann Alexandre Lacazette die Partie: Zunächst nutzte er die Vorarbeit des früheren Dortmunders Pierre-Emerick Aubameyang zum Ausgleich (18.), dann traf er per Kopf nach Vorlage des ehemaligen Gladbachers Granit Xhaka (26.). Aubameyang stellte in der Nachspielzeit den Endstand her (90.+1).