Niko Kovač wird auch in der kommenden Saison Trainer des FC Bayern München sein. Präsident Uli Hoeneß gab am Sonntag beim Empfang des deutschen Fußballmeisters und DFB-Pokalsiegers auf dem Münchner Marienplatz ein klares Bekenntnis zu dem 47 Jahre alten Kroaten ab. Auf die Frage, ob Kovač Trainer bleibe, antwortete Hoeneß: "Hundertprozentig, ja." Dazu vergab der Vereinspräsident als Saisonnote eine "Eins minus".

Die Mannschaft habe sich in jüngster Zeit weiterentwickelt mit dem Trainer, sagte Hoeneß. "Der Verein ist zusammengerückt, die Mannschaft mit dem Trainer, mit dem Vorstand auch. Das hat produktiv funktioniert." Für die kommende Saison kündigte Hoeneß auch für den europäischen Wettbewerb wieder größere Ambitionen an. "In der Champions League haben wir das Ziel nicht erreicht, dass wir richtig Widerstand gegen Liverpool gegeben haben im Heimspiel. Alles andere hat sich gut entwickelt", sagte Hoeneß.

Kovač' Vertrag läuft bis 2021. Er hat in seiner ersten Saison als Bayern-Trainer das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewonnen. Trotz des bis zuletzt immer möglich gewesenen erfolgreichen Saisonabschlusses hatte die Vorstandsetage um Hoeneß und den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge beinahe über die gesamte Spielzeit hinweg ein klares Bekenntnis zu ihrem Trainer vermieden.

Feiern, genießen, runterkommen

Rummenigge hatte schon nach dem 3:0-Sieg (1:0) im Berliner Finale gegen RB Leipzig am Samstagabend gesagt, eine Trennung von Kovač sei "nie ein Thema" gewesen. "Es ist alles in bester Ordnung", sagte der Vorstandschef. Stattdessen sei der Druck hochgehalten worden: "Das Selbstverständnis von Bayern München ist, solche Finalspiele zu gewinnen", sagte Rummenigge.

Kovač umschrieb seine Pläne für die kommenden Wochen mit den Worten feiern, genießen "und dann mal zwei, drei Wochen runterkommen". Er freue sich auf den Urlaub: "Es war eine anstrengende Saison. Ich denke jetzt nicht darüber nach, wann es wieder losgeht."