Ob eine Tabelle schön ist oder an ein Schlachtengemälde erinnert, das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Manche meiden sie nach schlechten Wochenenden, andere hängen sie gerahmt über den Arbeitsplatz des Kollegen. Die Tabelle ist ein Instrument der Rache, aber auch ein Ort zum Wohlfühlen. Sie ist hart und ehrlich.

Doch nicht immer breiten sich auf den ersten Blick all ihre Geheimnisse aus. Man muss sie lesen und verstehen, sie zerteilen und wieder zusammensetzen. Deshalb gibt es diese, unsere Tabelle. Weil wir glauben, dass sie die Abstände der achtzehn Clubs besser veranschaulicht als die gewöhnliche Variante, haben wir sie bessere Tabelle genannt.

Wir zeigen die Abstände in der Tabelle, wie sie wirklich sind. Immer montags in unserer Bundesliga-Rückschau, hier unten als animierte Grafik für die ganze Saison. Dort können Sie die Saison noch einmal ablaufen lassen, die Linie ihres Vereins hervorheben, indem Sie ihn anwählen und seine Spiele angezeigt bekommen. In der Leiste oben kommen Sie mit einem Klick auf den Spieltag zum Tabellenstand nach dieser Runde.

Die Reihenfolge bleibt natürlich die gleiche, aber die Abstände werden greifbarer. Zum Beispiel sieht man an Nürnberg ganz gut, wie wenig 19 Punkte am Ende der Saison sind. Oder wie sich Fortuna Düsseldorf nach oben und Schalke nach unten gekämpft hat. Die Liga ist oben wieder enger beisammen, dazwischen bilden sich Grüppchen. Es ist auch das kleine bayerische Tief im Herbst zu erkennen, als der BVB auf neun Punkte Vorsprung davonzog.

Aber auch die Münchner Aufholjagd ab dem Januar und die Wechsel an der Spitze. Immerhin: Die 20 Punkte, die Bayern jetzt Vorsprung auf Platz vier hat, waren in der vergangenen Saison der Abstand auf Rang zwei. Und das schon Anfang April. Die bessere Tabelle war da noch ein Neun-Sekunden-Durchmarsch der Bayern.