Frankreich – Brasilien 2:1 (1:1, 0:0)

Spielführerin Amandine Henry hat Frankreichs Fußball-Frauen ins Viertelfinale der Heim-Weltmeisterschaft geschossen. Die 29-Jährige bescherte dem Team von Trainerin Corinne Diacre mit ihrem Treffer in der 107. Minute am Sonntagabend in Le Havre erst in der Verlängerung den knappen 2:1-(1:1, 0:0)-Sieg gegen Brasilien.

Vor etwa 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gingen die Französinnen im Achtelfinale durch Valerie Gauvin in der 52. Minute in Führung. Kurz darauf bewahrte Torhüterin Sarah Bouhaddi ihr Team mit einer Glanzparade vor dem Ausgleich, ehe Thaisa (63.) das 1:1 erzielte. Mit dem letzten Tor sorgte Henry für grenzenlosen Jubel im Stade Oceane. Frankreich spielt in der Runde der letzten acht gegen Spanien oder Titelverteidiger USA, die am Montag in Reims aufeinandertreffen.

England – Kamerun 3:0

Englands Fußballerinnen stehen im Viertelfinale. Mit einem 3:0 (2:0) besiegten sie das Team von Kamerun. Die Spielerinnen von Trainer Phil Neville setzten sich in Valenciennes nach mehreren Eingriffen des deutschen Videoreferees Bastian Dankert durch und treffen in der nächsten Runde am Donnerstag in Le Havre auf Norwegen. Steph Houghton (15. Minute), Ellen White (45.+4) und Alex Greenwood (58.) erzielten die Tore für die Engländerinnen.

Kurz vor der Halbzeitpause stand die Partie vor einem möglichen Abbruch, als sich die Kamerunerinnen aus Protest gegen die Torentscheidung von Videoschiedsrichter Dankert am Mittelkreis versammelten. Der deutsche Fifa-Referee hatte die Abseitsentscheidung der unsicheren Schiedsrichterin Liang Quin aus China zu Recht revidiert. Erst nach einer mehrere Minuten dauernden Unterbrechung wurde das Spiel fortgesetzt. Im Kabinengang soll es anschließend zu tumultartigen Szenen und heftigen Vorwürfen der Kamerunerinnen gekommen sein. Damit setzen sich die Diskussionen um den Videobeweis bei der Frauen-WM fort.

In der zweiten Halbzeit wurde auf Intervention von Dankert der mögliche Anschlusstreffer Kameruns durch Ajara Nchout (48.) wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Wieder protestierten die Kamerunerinnnen heftig. Spielführerin Gabrielle Aboudi Onguéné musste ihre Kolleginnen erneut überzeugen, weiterzuspielen. Der ehemalige kamerunische Weltstar Samuel Eto'o verfolgte als Tribünengast ungläubig das Geschehen.

Einen möglichen Foulelfmeter für England (78.) gab Qin nach Videostudium schließlich nicht. Alexandra Takounda wurde in der achten Minute der Nachspielzeit nach einem Foul an Houghton mit einer Gelben Karten bestraft, auch diese Szene schaute sich Qin wegen eines möglichen Platzverweises in der Review Area nochmals an.