RB Leipzig und der SC Paderborn werden auf ihre geplante Zusammenarbeit doch verzichten. "Der SCP07 und RB Leipzig sind übereingekommen, dass ein zielgerichteter fachlicher Austausch im Rahmen der geplanten sportlichen Kooperation unter den gegebenen inhaltlichen Rahmenbedingungen auf Grund unterschiedlicher Ansichten nicht wie geplant umsetzbar ist", heißt es in einer kurzen Mitteilung der beiden Fußballbundesligisten. Der sächsische Champions-League-Teilnehmer und der westfälische Aufsteiger seien nach Gesprächen in den vergangenen Tagen zu dieser Erkenntnis gekommen. Weitere Gründe gebe es nicht.

Paderborner Fans hatten die Kooperation kritisiert und mit Boykott der Spiele der Ostwestfalen gedroht. Bei der Vorstellung des früheren Paderborners Markus Krösche als neuer RB-Sportdirektor hatte Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff Anfang des Monats die Kooperation bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit sei es denkbar, dass Spieler in Zukunft erst nach Paderborn ausgeliehen werden, bevor man sie nach Leipzig holt, hatte Mintzlaff gesagt. Später erklärte Paderborn, die Möglichkeit von Spielerleihen sei besprochen worden, stehe aber "sicherlich nicht im Vordergrund".

In der Mitteilung vom Mittwoch heißt es nun, die "ursprünglichen Kooperationsansätze" hätten auf dem ausdrücklichen Wunsch des SC Paderborn basiert. Die gegenseitige Wertschätzung beider Clubs bleibe bestehen.