Deutschland-Rumänien 4:2 (1:2)

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat die rumänische U21 mit 4:2 besiegt. Damit steht das Team im Finale der Europameisterschaft.

Rumänien und Deutschland starteten angesichts der hohen Temperaturen mit wenig Tempo ins Spiel. Die erste Viertelstunde wurde von den Rumänen dominiert, die sich mehr Ballbesitz herausspielen konnten. Kurz nach einer Spielunterbrechung fiel dann aber das erste Tor für Deutschland: Nadiem Amiri schoss nach einem Sololauf über das halbe Spielfeld aus 20 Metern den Ball flach ins rechte untere Eck (21.)

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Timo Baumgartl foulte im deutschen Strafraum. Nach einem Videobeweis erhielten die Rumänen einen Strafstoß. Puscas traf souverän zum 1:1 (26.). In den nächsten zehn Minuten wirkte die deutsche Mannschaft entschlossen, aber nervös, sodass es zu vielen schnellen Ballverlusten kam. Die Spieler beider Teams quälten sich sichtlich in der 38-Grad-Hitze von Bologna, woran auch zwei Trinkpausen nicht viel ändern konnten. 

Kurz vor der Pause drehte die rumänische Mannschaft die Partie. In der 44. Minute verlor das deutsche Team den Ball an Andrei Ivan, dessen hohe Flanke George Puscas ins Tor köpfte. In der Verlängerung der ersten Spielhälfte schoss er dann beinahe sein drittes Tor, doch Nübel konnte das deutsche Team gerade noch vor einem 1:3-Rückstand bewahren (45.+5.). Insgesamt war die rumänische Elf den Deutschen in der ersten Hälfte deutlich überlegen, konnte das Spiel über weite Strecken bestimmen und schneller umschalten, während sich das Team von Trainer Stefan Kuntz nach Amiris Treffer aufgrund mangelnder Passsicherheit und zu geringem Tempo keine nennenswerten Chancen erarbeitet hat.

Nach der Pause betraten beide Teams in unveränderter Aufstellung den Platz. Kurz darauf war es wieder ein Elfmeter, der für einen Ausgleichstreffer sorgte, diesmal für die Deutschen: nach einem Eckball von Amiri wirft Ianis Hagi im Strafraum Mahmoud Dahoud um. Mit dem darauf folgenden Strafstoß und seinem sechsten Turniertor schoss Gian-Luca Waldschmidt Deutschland wieder ins Spiel und es stand 2:2 (51.).

In der ersten Viertelstunde nach der Pause verschob sich das Kräfteverhältnis zugunsten der Deutschen. Vor allem nach Waldschmidts Ausgleichstreffer setzten sie die rumänische Mannschaft stetig unter Druck und zwangen sie somit zu mühsamer Abwehrarbeit. In der 79. Minute wechselte Kuntz dann Lukas Nmecha für Florian Neuhaus ein. Nmecha rückte zu Waldschmidt an die Spitze: Das deutsche Team suchte offensiv die Entscheidung in der regulären Spielzeit und erspielte sich mehrere gute Torchancen.

In der 90. Minute schließlich traf Waldschmidt mit einem Freistoß zum 3:2. Mit einem energischen Schuss durch eine Lücke in der rumänischen Mauer schoss er sein zweites Tor im Spiel und sein siebtes im Turnier. Nachdem der rumänische Spieler Pascanu mit Rot vom Platz geschickt wurde (90. + 2.), schoss auch Amiri sein zweites Tor im Spiel: ebenfalls mit einem Freistoß traf er zum 4:2 und beförderte Deutschland damit endgültig ins Finale am Sonntag.  

Spanien-Frankreich 4:1 (2:1)

Von Beginn an dominierten die Spanier die Partie. Zwar konnten die Franzosen mit einem Treffer von Jean-Philippe Mateta in Führung gehen (16.), doch die Spanier schlugen rasch zurück. Marc Roca traf in der 28. Minute mit einem wuchtigen Nachschuss zum 1:1, nachdem der französische Keeper Bernardini seinen ersten Schuss noch parieren konnte. Im weiteren Spielverlauf wurde Spanien immer stärker und setzte Frankreich mit taktisch anspruchsvollem Kombinationsspiel unter Druck. In der 45. Minute verwandelte Mikel Oyarzabal einen Foulelfmeter zum 2:1, mit dem die Teams in die Halbzeitpause gingen. Und schon nach zwei Minuten der zweiten Spielhälfte zementierten die Spanier ihren Sieg. Nach einer brillanten Passkombination versenkte Daniel Olmo den Ball zum 3:1 (47.) Für einige Zeit schienen die Franzosen sich wieder aufzuraffen, schafften aber lediglich, das nächste spanische Tor etwas aufzuschieben. In der 66. Minute schoss Borja Mayoral nach einer Flanke per Volley das 4:1. Das war dann auch der Endstand, mit dem die deklassierten Franzosen das Turnier verlassen müssen, während Spanien nun im Finale am Sonntag gegen Deutschland um den Titel spielt.