Mit einem 1:0 gegen den Senegal ist die algerische Fußballnationalmannschaft zum zweiten Mal seit 1990 Afrikameister geworden. Die von Djamel Belmadi trainierten "Wüstenfüchse" setzten sich am Freitagabend im Finale in Kairo mit 1:0 (1:0) gegen den Senegal durch. Bereits in der Vorrunde waren beide Mannschaften zusammengekommen. Damals schon hatte Außenseiter Algerien den Senegal überraschend mit 1:0 besiegt. Jetzt trafen beide Mannschaften zum Finale in Kairo, der Hauptstadt des Gastgebers Ägypten, wieder zusammen.

Die Entscheidung für das Team um Manchester Citys Superstar Riyad Mahrez fiel bereits in der zweiten Minute durch ein kurioses Glückstor: Nach Ballverlusten der Senegalesen im Mittelfeld zog Baghdad Bounedjah von der Strafraumgrenze ab – und der abgefälschte Ball landete in hohem Bogen im Tor.

In der Folgezeit spielten beide Mannschaften ausgeglichen – trotz mehrerer Versuche gelang es dem Senegal allerdings nicht auszugleichen. Aus vielen hochkarätigen Chancen und Feldvorteilen konnte Senegal nichts herausholen. Zudem gab Schiedsrichter Sidi Alioum aus Kamerun nach Videoauswertung einen Handelfmeter (60.) für die "Löwen von Teranga" nicht.

Nigeria gewann kleines Finale gegen Tunesien

Erst wenige Stunden vor dem Finale sei der Referee ausgetauscht worden, hatte Le Parisien berichtet. Statt Victor Gomes aus Südafrika pfiff daher Alioum. Die Hintergründe blieben allerdings unklar, vom afrikanischen Fußballverband CAF gab es nichts Offizielles dazu.

Der deutsche Trainer Gernot Rohr hatte das Turnier mit Nigeria auf Platz drei beendet. Die "Super Eagles" gewannen das kleine Finale gegen Tunesien mit 1:0 (1:0). Odion Ighalo erzielte bereits in der dritten Minute den einzigen Treffer.