Freiwasserschwimmer Florian Wellbrock hat bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Yeosu die Goldmedaille über zehn Kilometer im Freiwasser gewonnen. Der 21-jährige Wellbrock siegte vor dem Franzosen Marc-Antoine Olivier – mit einem Abstand von nur 0,2 Sekunden. Es ist sein bisher größter internationaler Erfolg.

Wellbrocks Teamkollege Rob Muffels kam auf den dritten Platz. Damit qualifizierten sich die beiden deutschen Schwimmer auch für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

Ich habe die letzten Nächte vor dem Einschlafen immer daran gedacht, du willst Weltmeister werden. Dass ich das jetzt geschafft habe, muss erst mal im Kopf noch ankommen.
Florian Wellbrock, Weltmeister im Freiwasser

Bundestrainer Stefan Lurz äußerte sich erfreut über den Erfolg seines Teams: "Das ist viel mehr als wir erwartet haben". Der frisch gekürte Weltmeister Wellbrock sagte: "Ich habe die letzten Nächte vor dem Einschlafen immer daran gedacht, du willst Weltmeister werden. Dass ich das jetzt geschafft habe, muss erst mal im Kopf noch ankommen."

Wellbrock schwamm die zehn Kilometer in 1:47:55,9 Stunden. Es ist sein erster Titel im Freiwasser. Vor knapp einem Jahr war er Europameister über 1.500 Meter im Becken geworden. In der kommenden Woche stehen in Südkorea die Beckenwettbewerbe über 800 und 1.500 Meter an.

Der 21-Jährige kommt aus Magdeburg. Er gilt als deutscher Hoffnungsträger bei der WM in Tokio 2020. Auch die Schwimmerinnen Finnia Wunram und Leonie Beck konnten sich bei der WM für die Teilnahme an den Olympischen Spielen qualifizieren. Damit haben die deutschen Schwimmer und Schwimmerinnen alle vier möglichen Startplätze geholt.