Die Fußball-Bundesligisten SC Paderborn und Werder Bremen haben in der Vergangenheit mit zwei Sicherheitskräften zusammengearbeitet, die Kontakte zu gewaltbereiten Islamisten gehabt haben sollen. Beide Clubs haben den Vorfall vor einigen Wochen der Polizei gemeldet. Dies bestätigten die Vereine der Nachrichtenagentur dpa. Auch der Staatsschutz sei informiert worden. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Zwei tschetschenische Brüder haben demnach für ein Sicherheitsunternehmen in Paderborn gearbeitet und sind nach Angaben von Werder Bremen über ein Subunternehmen auch im Bremer Weserstadion tätig gewesen. Laut WDR ist einer der Brüder bereits 2015 auffällig geworden, weil er Sympathien für das Attentat auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo gezeigt hatte.

"Wir haben vor einigen Wochen von dem Thema Kenntnis erlangt und dies umgehend geprüft. Es gab dabei auch einen Austausch mit der Polizei und dem Sicherheitsunternehmen", sagte Paderborns Pressesprecher Matthias Hack. "Wir haben festgestellt, dass die Beiden seit längerer Zeit nicht mehr hier im Einsatz waren. Die weiteren Ermittlungen sind Sache der Polizei."

Werder Bremens Kommunikationschef Michael Rudolph bestätigte, dass die beiden Ordnungskräfte nach Überprüfung der "üblichen Informationen über durchgeführte Sicherheitschecks" bei vier Spielen in Bremen im Einsatz gewesen seien. "Der SV Werder hatte sämtliche, gesetzlich möglichen Überprüfungen ausgeschöpft", sagte Rudolph. Neben der Polizei sei auch der DFB informiert worden. "Die beiden Männer sind nach unseren Informationen nicht mehr bei dem Sicherheitsdienst tätig."

"Bei den Erkenntnissen, die jetzt da im Raum stehen, ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko erkennbar. Das darf so nicht passieren. Da müssen die Vereine und die DFL (Deutsche Fußball Liga) auch reagieren, in ihrem eigenen Interesse. Das ist ziemlich geboten", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens, dem WDR.