Wer spielt wann gegen wen?

Auch in dieser Saison sammeln wir wieder Ihre Herzchen. Zu jeder Partie können Sie entscheiden, wem Ihre Sympathien gelten. Am Ende der Spielzeit wird abgerechnet. Auf gehts, Wolfsburger, das hier könnt Ihr nicht auf Euch sitzen lassen.

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Das Erste. Die Bayern empfangen die Hertha, das Spiel läuft im ZDF und bei Dazn. Vor einem Jahr war schon am ersten Spieltag Bescherung, die Münchner erhielten das obligatorische Elfmeter-Geschenk und besiegten Hoffenheim 3:1. 2015 und 2016 schickten sie den HSV und Werder mit mehr als fünf Toren nach Hause, so wird es dieses Mal eher nicht laufen. Von den vergangenen fünf Spielen gegen die Bayern ging für die Hertha nur eins verloren, und das auch noch knapp. Zudem reist der neue Herthaner Dodi Lukébakio mit nach München, das sorgt für Spontanschlackern in der Münchner Abwehr. Der Belgier traf mit seinem alten Verein Düsseldorf vergangene Saison in München beim 3:3 dreimal, die erste Chance hatte er nach 55 Sekunden. Die Freitagabendstulle sollte also geschmiert sein, wenn das Spiel beginnt.  

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Keins. Mensch, die Bundesliga ist doch wieder da. Ihr Trikot ist ohnehin gewaschen, Sie haben vermutlich bis gerade eben noch an Ihrem Online-Managerteam gefeilt und sind der vierten Saison-Tipprunde beigetreten. Das Update auf Ihrem Sky-Receiver ist längst durch, die Stecktabelle hängt. Falls Sie auswärts fahren, liegt ihr Zugticket natürlich seit Tagen neben dem Haustürschlüssel, und der Bierkasten steht hoffentlich schon an einem Ort, der in etwa sieben Grad Temperatur garantiert. Bei noch offenen Fragen zur Trinktemperatur bitte an den designierten DFB-Präsidenten Fritz Keller wenden, der ist Winzer des Jahres 2019. Ihnen jetzt viel Spaß.

Wer steht im Blickpunkt?

Union Berlin. Der einzige echte Neuzugang in der Bundesliga, Herzlich willkommen! Die Unioner sehen sich als einen der letzten Vertreter zurückliegender Fußballtage. Im vergangenen Jahr präsentierte der Club ein Thesenpapier zur Zukunft des Fußballs, in dem sie einen Kurswechsel zur Debatte stellten. Dort fand sich auch der Vorschlag, das Stadionerlebnis wieder in den Mittelpunkt zu stellen, was bei Union auch so gelebt wird. Gespielt wird in der Alten Försterei in Köpenick, die von den eigenen Fans in tausendfacher, unentgeltlicher Arbeit umgebaut wurde. Einmal gab es eine Kampagne, die "Bluten für Union" hieß und mit der Union-Fans Blut für Berliner Krankenhäuser und Geld für ihren Club spendeten. Der Unioner hängt also sehr an seinem Verein, egal wie oft der stolpert, und für manche, die es nicht so mit Ost-Berlin halten, betont er das auch das ein oder andere Mal zu häufig. Am Sonntag ist nun ausgerechnet RB Leipzig zum ersten Heimspiel zu Gast. Schon die Duelle in der zweiten Liga waren begleitet von ausdauernden Protesten der Unioner, im Berliner Dialekt würde man wahrscheinlich sagen, Graf Kacke ist da. Für das erste Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte verzichten die Ultras sogar auf die ersten fünfzehn Minuten Unterstützung, was unter allen anderen Fans kontrovers diskutiert wird. Manche Spieler unterstützen diese Haltung, andere nicht. Auch der Präsident hat seine Rückendeckung gegeben und sagt: "Wir haben gegen Leipzig klar Position bezogen in der zweiten Liga – und ich halte es für sehr ehrlich, das auch in der ersten zu tun." Mit Union kommt ein bisschen Klassenkampf in die Liga, vor allem aber nach Berlin, sagt der auch. Der Hit in der Kabine, angeblich: