SV Atlas Delmenhorst – Werder Bremen 1:6 (1:4)

Bereits nach zehn Minuten erzielte Yuya Osako mit einem Schuss aus kurzer Distanz das 1:0 für die Hanseaten, die das formale Auswärtsspiel wegen der hohen Zuschauerzahl im Heimstadion bestritten. Neun Minuten später schoss Niklas Mosander das 2:0 für die Bremer (19.). Delmenhorst konnte dem Erstligisten wie erwartet nicht gefährlich werden – bis in der 30. Minute Tom Schmidt nach einem Querpass der Treffer zum 1:2 gelang. Milot Rashica schoss das dritte Tor für Bremen in der 37. Minute, drei Minuten später erhöhte Davy Klaassen zum Halbzeitstand von 1:4 (40.). In der 68. Minute traf dann noch Clublegende Claudio Pizarro zum 5:1 für Bremen aus kurzer Distanz. Aus 22 Metern gelang ihm in der 74. Minute dann ein zweites Tor, wodurch sich der Spielstand auf 1:6 zu Ungunsten Delmenhorsts erhöhte, was dann auch das Endergebnis war. 

KSV Baunatal – VfL Bochum 2:3 (2:1)

Der Fünftligist Baunatal hat gegen den Zweitligisten VfL Bochum verloren. Bochum ging in der 17. Minute nach einem Foul an Simon Zoller durch ein Elfmetertor von Silvère Ganvoula in Führung. Beinahe erzielte der KSV acht Minuten später den Ausgleich. Die Abwehr des Zweitligisten blieb lange unsicher, sodass in der 32. Minute Maximilian Blahout das Ausgleichstor erzielen konnte. In der letzten Minute vor der Halbzeitpause drehten die Nordhessen das Spiel sogar. Nachdem Bochum viele Chancen liegen ließ und die Abwehr des VfL weiterhin einen ungeordneten Eindruck machte, schoss Nico Schrader das 2:1 für den Gastgeber (45 + 2.).

Erst in der 70. Minute schaffte der Favorit den Ausgleich, als Ganvoula aus nur fünf Metern Entfernung sein zweites Tor erzielte. Wenige Minuten später lieferte der Mittelstürmer erneut nach. Der hohe Körpereinsatz der KSV-Spieler begann sich zu rächen, die Nordhessen wurden etwas müder. Nach einem Vorpreschen von Tom Weilandt schlenzte Ganvoula den Ball ans Lattenkreuz, von wo er abprallte und Ganvoula wieder vor die Füße viel, der den Ball sofort einschob (73.). Das 2:3 blieb das Endergebnis des Spiels, das zweimal gedreht wurde und damit zu den spannenderen des Spieltags gehörte.

SSV Ulm 1846 – 1. FC Heidenheim 0:2 (0:1)

Zweitligist Heidenheim ging als klarer Favorit in das Spiel. Schon in der 7. Minute traf Robert Leipertz  zum 1:0 für das Team. In den folgenden Minuten jedoch agierte Heidenheim weniger dominant als erwartet. Der SSV gab sich kämpferisch und brachte viel Einsatz in das Spiel, das bis zum Ende der ersten Halbzeit recht ereignisarm blieb. Nach der Pause hätte Leipertz sein zweites Tor an diesem Abend erzielen können, schoss aber exakt auf SSV-Keeper Christian Ortag (47.). Auch weiterhin schafften es die Ulmer, ihr hohes Tempo zu halten. In der 71. Minute wurde dann David Otto im Strafraum durch Ortag gefoult. Den Strafstoß verwandelte Marc Schnatterer souverän mit einem Schuss ins rechte Eck, während Ortag mit einem Sprung in die linke Ecke chancenlos blieb. Die Heidenheimer gewannen das Spiel mit 2:0, der Zwei-Klassen-Unterschied war jedoch nicht bemerkbar.

FC Würzburger Kickers – TSG 1899 Hoffenheim 4:5 i.E.

Die ersten 20. Minuten hatte der Erstligist Hoffenheim wie erwartet das Spiel mit fast 90 Prozent Ballbesitz im Griff. Doch die Würzburger verteidigten gut. In der 29. Minute fiel dann das 1:0 für die Hoffenheimer, nachdem Pavel Kaderábek nach einer Ecke aus dem Fünfmeterraum ein Kopftreffer gelang. In der 54. Minute passte dann Sebastian Rudy den Ball durch die gegnerische Abwehr zu Ihlas Bebou, der mit einem starken Schuss den zweiten Treffer für den Favoriten erzielte. In der 68. Minute erzielte Fabio Kaufmann dann den Anschlusstreffer für die Franken. Nach einem Foul wenige Minuten später traf Vrenezi vom Elfmeterpunkt für Würzburg zum Ausgleich (75.). Beinahe erzielte Dominik Wiedemann sogar den Führungstreffer für die Würzburger, zielte jedoch aus acht Metern knapp am Tor vorbei. Nach 90 Minuten ging das Spiel beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. 

Trotz des Klassenunterschiedes konnten die Würzburger es mit dem Erstligisten aufnehmen. In der 99. Minute brachte Ádám Szalai nach einem Doppelpass mit Bebou den TSG erneut in Führung. Luca Pfeiffer köpfte nach einer Ecke zum 3:3 in der 114. Minute. Damit ging das Spiel ins Elfmeterschießen. Fünf Schützen der Hoffenheimer konnten ihre Schüsse verwandeln, während es bei den Würzburgern nur vier waren. Mit einem Stand von 4:5 im Elfmeterschießen rettete sich somit der TSG gerade noch davor, als dritter Bundesligist nach Mainz und Augsburg noch in der ersten Runde auszuscheiden.

FC 08 Villingen – Fortuna Düsseldorf 1:3 (1:1/0:0)

Nach einer uninspirierten Leistung hat das neu formierte Team von Fortuna Düsseldorf eine Blamage im DFB-Pokal nur knapp vermieden. Die schwachen Rheinländer setzten sich beim Auftakt des Cupwettbewerbs glücklich mit 3:1 (1:1/0:0) nach Verlängerung beim südbadischen Oberligisten FC 08 Villingen durch. Nana Ampomah (56. Minute), Kelvin Ofori (102.) und Rouwen Hennings (116.) drehten die Partie, nachdem der Fünftligist Villingen durch einen Foulelfmeter von Steven Ukoh (42.) vor 8.300 Zuschauern geführt hatte. FC-Spieler Tobias Weißhaar sah wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (104.).

SV Drochtersen/Assel – FC Schalke 04 0:5 (0:1)

Der FC Schalke 04 hat seine Pflichtaufgabe bei der SV Drochtersen/Assel souverän gelöst. Beim Pflichtspieldebüt ihres neuen Trainers David Wagner kamen die Knappen beim Nordregionalligisten zu einem verdienten 5:0-Erfolg (1:0) und zogen letztlich locker in die zweite Hauptrunde ein. Vor 8.000 Zuschauern im Kehdinger Stadion trafen Steven Skrzybski (44. Minute), Guido Burgstaller (61./83.), Daniel Caligiuri (65., Foulelfmeter) und Münir Levent Mercan (73.) für den klar favorisierten Bundesligisten.

Vor dem Spiel hatten Fans Banner mit der Aufschrift "Wir zeigen Tönnies die Rote Karte" hochgehalten. Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hatte sich wegen einer rassistischen Aussage vor dem Ehrenrat des Clubs erklären müssen und lässt sein Amt nun für drei Monate ruhen.

1. FC Magdeburg – SC Freiburg 0:1 (0:0/0:0)

Juniorennationalspieler Luca Waldschmidt hat mit seinem späten Tor den Fehlstart des SC Freiburg in die neue Saison verhindert. Der 23 Jahre alte Stürmer traf in der dritten Spielminute der Verlängerung und sorgte im DFB-Pokal für das schmeichelhafte Weiterkommen des Fußball-Bundesligisten beim Drittligisten 1. FC Magdeburg. Nach der Verlängerung hieß es 1:0 (0:0/0:0) für das Team von Christian Streich.

Alemannia Aachen – Bayer 04 Leverkusen 1:4 (0:2)

Mit mehr Mühe als gedacht hat Bayer Leverkusen die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Beim 4:1 (2:0) bei Regionalligist Alemannia Aachen benötigte der Champions-League-Teilnehmer ein Eigentor von Alemannia-Kapitän Peter Hackenberg (19. Minute), um in die Spur zu finden. Kevin Volland nach Vorlage von Neuzugang Nadiem Amiri (39.), der Sekunden zuvor eingewechselte Leon Bailey (72.) und der in Aachen geborene Nationalspieler Kai Havertz (88.) sicherten den nur auf den ersten Blick ungefährdeten Erfolg.

FC Viktoria 1889 Berlin – Arminia Bielefeld 0:1 (0:1)

Arminia Bielefeld hat gegen Regionalligist FC Viktoria 1889 Berlin die zweite Runde erreicht. Der ostwestfälische Fußballzweitligist kam trotz spielerischer Überlegenheit nur zu einem knappen 1:0-Erfolg (1:0) beim Berliner Landespokalsieger.

Andreas Voglsammer (15. Minute) erzielte vor 4.503 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark per Kopfball nach einer Ecke von Jonathan Clauss den entscheidenden Treffer für das Team von Trainer Uwe Neuhaus. Bielefeld verhinderte damit, wie zuletzt vor zwei Jahren bereits zum Auftakt im Pokal zu scheitern. 

Wacker Nordhausen – FC Erzgebirge Aue 1:4 (1:1)

Fußballzweitligist Erzgebirge Aue hat sich nach einem überraschenden Rückstand in die zweite Runde gekämpft. Die Sachsen setzten sich bei Viertligist Wacker Nordhausen dank einer guten zweiten Halbzeit 4:1 (1:1) durch. Vor 4.347 Zuschauern traf Joy-Lance Mickels (22.) für den Außenseiter. Tom Baumgart (38.), Jan Hochscheidt (57.) und Pascal Testroet (80./84.) drehten das Spiel zugunsten des Favoriten. Nordhausen verlor zudem Kapitän Tobias Becker (74.) durch eine Gelb-Rote Karte.

Aue, mit Cheftrainer Daniel Meyer an der Seitenlinie, ließ sich zunächst überraschen. Mickels schloss einen Konter ab. Doch schon vor der Pause glich Baumgart mit einem satten Schuss innerhalb des Strafraums aus. Nach der Pause erhöhte Aue den Druck massiv und nach einer Flanke von Clemens Fandrich köpfte Hochscheidt die Sachsen in Führung. Erst per Kopf und dann mit einem Schuss aus kurzer Distanz war in der Endphase Torjäger Testroet zur Stelle.

SC Verl – FC Augsburg 2:1 (2:0)

Der Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat sich blamiert und ist bereits in der ersten Runde beim Regionalligisten SC Verl ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt verlor hochverdient beim Viertligisten aus Ostwestfalen mit 1:2 (0:2). Vor 4.398 Zuschauern in der kleinen Verler Sportclub Arena gingen die Gastgeber durch ein Eigentor des FCA-Neuzugangs Marek Suchý (8. Minute) und den Treffer von Ron Schallenberg (23.) früh in Führung und verdienten sich den Einzug in die nächste Runde durch eine kämpferisch und spielerisch tolle Leistung, auch wenn es nach dem späten Anschluss, durch einen von André Hahn verwandelten Foulelfmeter (83.), noch spannend wurde.

Dass die Ostwestfalen mit der 0:2-Auftaktpleite gegen Wattenscheid und dem 1:1 in Oberhausen schwach in die Regionalligasaison gestartet waren, merkte man ihnen gegen den hohen Favoriten in keiner Phase der Partie an. Schon der Beginn war furios. In der dritten Spielminute lag der Ball nach einem Kopfball von Yannick Langesberg erstmals im FCA-Tor. Doch das Schiedsrichtergespann erkannte den Treffer wegen angeblicher Abseitsposition nicht an. Nur fünf Minuten später lag der Erstligist dann doch zurück. Zwar konnte der tschechische Keeper Koubek den Lupfer des durchgebrochenen Matthias Haeder reaktionsschnell mit einer Hand parieren, doch Suchý bugsierte den Ball ins eigene Tor.

Und es kam noch schlimmer für die in der Abwehr viel zu sorglos agierenden Gäste, die im Vorjahr immerhin das Pokalviertelfinale erreichten. Nach einer tollen Kombination über Aygün Yıldırım und Haeder hatte Schallenberg keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:0 über die Linie zu drücken.

Auf der Gegenseite erwischte SC-Keeper Robin Brüseke einen glänzenden Tag. Gleich mehrfach verhinderte er bis zur Pause mit guten Paraden gegen Michael Gregoritsch (30./40./43.), Hahn (40.) sowie Niederlechner den möglichen Gegentreffer. Doch die Schwaben nutzen ihre wenigen guten Chancen nicht und gerieten bei Verler Kontern vor allem über die schnellen Außen Nico Hecker und Yıldırım auch im zweiten Durchgang immer wieder in Verlegenheit. Nach dem 1:2 durch Hahn wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend, doch am Ende jubelte das Team von Trainer Guerino Capretti über den Einzug in Runde zwei und eine Zusatzeinnahme von rund 350.000 Euro.

TuS Dassendorf – Dynamo Dresden 0:3 (0:1)

Fußballzweitligist Dynamo Dresden ist mühevoll in die zweite Runde eingezogen. Das Team von Trainer Cristian Fiel gewann in Zwickau gegen Oberligist TuS Dassendorf 3:0 (1:0). Vor 5.673 Zuschauern erzielte Neuzugang Chris Löwe (37.) die Führung für Dresden. Dženis Burnić (75.) und Lucas Röser (77.) sorgten binnen zwei Minuten für die Entscheidung.

In dem aus Sicherheitsgründen aus dem schleswig-holsteinischen Dassendorf in die über 500 Kilometer entfernte Zwickauer GGZ Arena verlegten Spiel quälte sich Dynamo lange, ehe Löwe aus spitzem Winkel traf. Die Führung gab dem Zweitligaletzten allerdings keine Sicherheit, sodass Dassendorf immer wieder gefährliche Situationen hatte. Der Treffer von Burnić, der bereits die Führung vorbereitet hatte, nahm dem Fünftligisten dann allerdings die Moral. Der eingewechselte Röser stellte nach Pass von Burnić den Endstand her.

1. FC Kaiserslautern – 1. FSV Mainz 2:0 (0:0)

Der FSV Mainz 05 hat sich nach einer 0:2-Pleite (0:0) im Rheinland-Pfalz-Derby beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Manfred Starke mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 62. Minute und Florian Pick (90.) besiegelten das Aus des Fußball-Bundesligisten und sorgten vor 40.694 Zuschauern für lange vermisste Partystimmung auf dem Betzenberg. Die wurde nur durch einige Mainzer Fans gestört, die kurz vor Schluss Leuchtfackeln auf den Rasen warfen und damit eine mehrminütige Unterbrechung des Spiels provozierten.