Das Sportgericht des Deutschen Fußballbunds (DFB) hat den Karlsruher SC wegen einer vom DFB nicht genehmigten Pyroshow nach Abpfiff zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. Es wirft dem Verein unsportliches Verhalten vor. Dagegen will der KSC Berufung einlegen. Es geht um das Abschiedsspiel im alten Wildparkstadion.

Veranstalter der beanstandeten Abschiedsparty, bei der lange nach Schlusspfiff des Drittligaspiels gegen die Würzburger Kickers im vergangenen November etwa 140 Seenotfackeln abgebrannt worden waren, war nicht der KSC, sondern der Karlsruher Fan-Dachverband Supporters. Die örtlichen Behörden hatten die Pyroshow genehmigt. 

Das Gericht war nach KSC-Angaben dennoch der Auffassung, dass auch diese zeitlich getrennte Veranstaltung vom DFB hätte genehmigt werden müssen. "Entgegen der Behauptung des KSC ging das Sportgericht aber aufgrund der Gesamtumstände davon aus, dass es sich bei der Abschiedsfeier im Wildparkstadion um eine mit dem vorangegangenen Spiel verbundene Veranstaltung gehandelt hat, auch wenn offiziell ein anderer Ausrichter verantwortlich zeichnete", sagte der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Stephan Oberholz, laut Verbandsmitteilung. 

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther hatte dafür kein Verständnis und sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das bedeutet aber auch, wenn der Hundezüchterverein nach dem Spiel eine Veranstaltung hätte, dann will der DFB das auch genehmigen. Dies ist für uns nicht nachvollziehbar. Es hätte uns gefreut, wenn sich der DFB unserer Rechtsauffassung anschließt. Das haben sie nicht gemacht, deswegen gehen wir in Berufung."