Wer spielt wann gegen wen?

Bitte herzen Sie unsere Bundesligateams ordentlich. Vielen Dank!

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Frankfurt gegen Dortmund, immerhin das einzige Spiel, in dem zwei Europapokalteilnehmer aufeinandertreffen. Dort zeigten beide diese Woche, von den Ergebnissen mal abgesehen, gegen große Gegner ihre guten Seiten. Trotz des 0:3 fightete die Eintracht wie üblich und brachte den Vorjahresfinalisten Arsenal gut ins Schwitzen, auch die Fans tobten wieder. Und der BVB, der mit einem Sieg am Sonntag Tabellenführer werden könnte, brachte den großen FC Barcelona an den Rand einer Niederlage und bewies dabei, welche Energie in dem Verein steckt. Barça war beinahe ohne Torchance, auch weil Mats Hummels so gut verteidigte, dass sich die westdeutsche Presse nun gewaltig für ihn ins Zeug legt. Es wäre mehr drin gewesen als ein 0:0, wenn Marco Reus sein Duell mit Marc-André ter Stegen nicht verloren hätte. So wie die Eintracht nicht völlig überraschend erkennen musste, dass es ohne Ante Rebić, Luka Jović und Sébastien Haller schwerer wird mit dem Toreschießen. Die drei aus der Büffelherde, die jetzt allesamt woanders trampeln, hätten aus den Chancen gegen Arsenal mindestens zwei Stück gemacht. Sehen wir es so: Frankfurt und Dortmund haben sich die Tore für die Bundesliga aufgehoben.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Das vom Montag. Immerhin ist es bald geschafft. Fünfmal noch wird montags gespielt, dann ist das Experiment, das Bundesliga-Wochenende am Wochenanfang zu beschließen, beendet. Ab der Saison 2020/21 wird es keine Montagsspiele mehr geben. Weil sie keiner so recht mochte, die Fans schon gar nicht. Nun hatte die DFL ein Einsehen. Und als ob sie beweisen wollte, dass sie verstanden hat, kommt sie am fünftletzten Montag mit der schlimmstmöglichen Partie um die Ecke: Wolfsburg gegen Hoffenheim. Ein Spiel, so schillernd wie matt lackierte VW-Felgen. Ein Spiel, das sich jeder neutrale Fußballfan nur unter Androhung körperlicher Gewalt zu Gemüte führen würde. Selbst an jedem anderen Wochentag.

Wer steht im Blickpunkt?

Uli Hoeneß, was wird er uns fehlen. Schon eine ganze Weile hatte er sich nicht mehr in Rage geredet. Doch die Diskussion, ob nun Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen im Tor der Nationalelf stehen müsste, nahm der Noch-Bayern-Präsident zum Anlass, den alten, fast schon vergessen geglaubten Hoeneß auszupacken: polterig, undifferenziert, aber höchst unterhaltsam. "Ich finde es unmöglich, dass man so ein Thema in die Öffentlichkeit bringt. Er hat überhaupt keinen Anspruch, dort zu spielen", schepperte es in Richtung Marc-André ter Stegen, der eigentlich gar nicht mehr gemacht hatte, als zu sagen, dass es für ihn schwierig sei, nicht im DFB-Tor zu stehen. Auch den DFB ging Hoeneß an, sagte: "Wir werden den Leuten schon mal bissl Feuer geben." Weil der sich laut Hoeneß öffentlich nicht stark genug für den Bayern-Torwart Manuel Neuer gemacht hätte, was wiederum Oliver Bierhoff etwas irritiert zur Kenntnis nahm, schließlich war stets kommuniziert, dass Neuer die klare Nummer eins ist. Und schließlich stellt immer noch der DFB die Nationalelf auf, nicht der FC Bayern. Am kuriosesten war, dass Hoeneß sich auch erzürnt darüber zeigte, dass die "westdeutsche Presse" ter Stegen extrem unterstütze, die "süddeutsche Presse" das aber nicht für Neuer tue. Das zeugt von einem interessanten Hoeneß'schen Bild der Funktion von Journalismus. Die regionalen Medien sollen also Reklame für die regionalen Spieler machen. Ja, warum eigentlich nicht? Torsten Mattuschka für Deutschland!!!!