Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat im EM-Qualifikationsduell gegen die Niederlande mit 2:4 (1:0) verloren. Nach einer höhepunktarmen ersten Halbzeit wurde es in der zweiten Hälfte spannend. Fünf Tore fielen nach der Pause im Volksparkstadion in Hamburg, vier davon innerhalb von zwanzig Minuten.

Vor 51.299 Zuschauenden erzielte Serge Gnabry in der neunten Minute den frühen Führungstreffer für Deutschland. Treffer von Hollands Frenkie de Jong (59.), ein Eigentor des glücklosen Jonathan Tah (66.) und Tore durch Donyell Malen (79.) und Georginio Wijnaldum (90.+1) besiegelten aber die erste Niederlage der DFB-Auswahl auf dem Weg zur EM 2020. Toni Kroos' (72.) Ausgleich per Handelfmeter nutzte nichts. Verursacht wurde er durch ein Handspiel von Matthijs de Ligt.

Die Mannschaft von Trainer Joachim Löw überzeugte zwar lange mit großer Geschlossenheit und taktischer Disziplin. Der Aufwärtstrend beim Neuaufbau nach dem WM-Desaster 2018 konnte aber letztlich nicht bestätigt werden. Erstmals in der laufenden Qualifikation und erstmals seit Oktober 2015 ging nach 14 Siegen wieder ein Spiel in einer Ausscheidungsrunde für ein großes Turnier verloren.

In drei Tagen spielt die deutsche Mannschaft im Windsor Park in Belfast gegen Nordirland. Die Nordiren haben die ersten vier Qualifikationsspiele gewonnen. Zuletzt hatte Deutschland gegen Estland mit 8:0 gewonnen, der höchste Sieg seit November 2016.