Wer spielt wann gegen wen?

Bricht an diesem Spieltag die Leipziger Dominanz? Und mit welcher Borussia halten Sie es? Leider können Sie beim Duell Union Berlin gegen Freiburg nicht zwei Herzchen vergeben, auch wenn Sie das gerne so hätten (wir kennen Sie doch).  

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Union Berlin gegen den SC Freiburg und die Frage, wer in der Tabelle oben stehen wird. Gewinnen die Freiburger beim Aufsteiger und Wolfsburg gleichzeitig in Leipzig nicht, stünden sie eventuell zumindest für ein paar Stunden an der Tabellenspitze, weil der Spitzenreiter Gladbach erst am Samstagabend spielt. Es könnte allerdings auch sein, das Wolfsburg und Leipzig im direkten Duell den neuen Spitzenreiter bestimmen. Schon am Freitagabend kann sich Leverkusen ganz oben platzieren und Gladbach müsste gegen den BVB gewinnen, um oben zu bleiben. Sogar Schalke hat Chancen. Und die Bayern sind ja auch noch da. Die Tabellenführung, sie wechselt derzeit häufiger ihren Besitzer als ein Marx-Büchlein in einer Freiburger Universitätsbibliothek.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Dortmund gegen Gladbach, Achter gegen Erster. Der impulsive Lucien Favre kann seine Profis noch so sehr nach vorne peitschen – der BVB ist derzeit mentalitätsmäßig keine Meistermannschaft. Wahrscheinlich bekommt er zum vierten Mal nacheinander kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich zum 2:2 rein. Der letzte Dortmunder Sieg liegt über einen Monat zurück und der Torjäger Paco Alcácer fällt weiter aus. Dass Gladbach Spitzenreiter ist, darüber freuen sich viele im Lande. Es ist aber auch das Team, das im Europapokal zu Hause 0:4 gegen bis dahin und auch weiterhin unbekannte Österreicher aus Wolfsberg verlor.

Wer steht im Blickpunkt?

Thomas Müller, Ersatzstürmer der Bayern. In Augsburg, wo die Münchner schon mal auf die Socken bekommen, darf er vielleicht und ausnahmsweise ran. Offenbar ist Not am Mann. So bezeichnete, ohne Not, sein Trainer Niko Kovač den Fall, wenn Müller spielt. Eine Formulierung, die Müller verärgerte und ihn möglicherweise dazu veranlasst, über einen Vereinswechsel nachzudenken. Kovač hat sie inzwischen als Fehler bezeichnet. Rafael van der Vaart bewertete sie gar als "Scheiße", sagte nach seinem Abschiedsmatch in Hamburg in einem Anfall von launigem Überschwang auch, Müller könne doch zum HSV wechseln. Jetzt wird's unsachlich, das ist ein neuer Tiefpunkt in Müllers Karriere. Erst von Kovač zum Notnagel degradiert, dann wird er mit dem HSV in Verbindung gebracht – Schluss mit dem Müller-Bashing! Das hat er nicht verdient.